Praxisbeispiel: Die Fertigung bei Honda Manufacturing

Wie die Plattform in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel Honda Manufacturing. Die wachsende Anzahl von neuen Technologien und intelligenten Geräten in den nordamerikanischen Fabrikhallen des Unternehmens führte zu einer immer intensiveren Auseinandersetzung mit der IT. Der Automobilhersteller stand vor der Herausforderung, die IT-Ressourcennutzung mit einfachen und gängigen Werkzeugen über verschiedene Produktionsstandorte hinweg zu optimieren und die Qualität der Daten mit einem skalierbaren Hochleistungs-Linux-System zu verbessern. Angesichts des Fertigungsumfelds war es auch erforderlich, die Produktion basierend auf Marktanforderungen steigern und drosseln zu können und dabei den Personalbestand zu halten. Honda musste bei gleichzeitiger Maximierung der Leistungsfähigkeit und Kapazität lernen, schlank und agil zu agieren, um bei erhöhter Nachfrage auch erhöhte Absatzmengen herstellen zu können. Die für die Fertigungssteuerung zuständigen IT-Manager von Honda mussten unterschiedliche SPSsen von Omron, Rockwell, Mitsubishi und anderen Anbietern mit proprietären Anwendungen für Manufacturing Execution (MES) sowie DB2, MSSQL und Activplant integrieren.

Ursprüngliche Lösung erforderte hohen Wartungsaufwand

Die ursprüngliche Implementierung enthielt eine große Java-basierte MES-Tracking-Anwendung, die auf einer Unix-Plattform installiert war. Dabei handelte es sich um eine Anlagenschnittstelle, die das Unternehmen selbst für seine betrieblichen Anforderungen programmiert hatte. Diese Lösung funktionierte gut, erforderte jedoch einigen Wartungsaufwand. Die IT musste für die Integration von neuen Geräten jedes Mal zusätzliche Anpassungen umsetzen. Der Versuch, eine OPC-basierte Lösung hinzuzufügen, führte nicht zu den gewünschten Verbesserungen bei der Ressourcennutzung.

Gemischtes System sorgt für schnellere Reaktionszeiten

Die Logik und die Anwendungsintegration stammten nach wie vor von Honda selbst, doch die Reaktionszeiten waren zu langsam, Datenstaus bauten sich auf und die Konfigurationsprobleme waren nicht behoben. Mit dem Ziel, eigene Programmierungen und Integrationsanstrengungen zu reduzieren, führte das Unternehmen schließlich die oben beschriebene Industrieautomatisierungsplattform ein. Da diese auf verschiedenen Plattformen wie Windows, Linux, AIX etc. läuft, eine einfache Konfigurationslogik verwendet und für weitreichende Industrieautomation ausgestattet ist, war die Implementierung schnell erledigt. Letztendlich konnte Honda so sein gemischtes System aus selbst programmierten Systemen und OPC-Paketen in einer gemeinsamen Schnittstelle zusammenführen.