Interview mit Dr. Axel Zein, Geschäftsführer bei WSCAD, über die neue Elektro-CAD-Software Electrix
Engineering auf neuem Level
Im Jahr 1990 gegründet, wollte sich WSCAD eigentlich auf das Design von Leiterplatten ausrichten. Doch wie so oft, kam es anders: Heute ist das Unternehmen mit seinem Angebot für den Elektro-CAD-Bereich im Maschinen- und Anlagenbau etabliert. "Unter dem Namen Electrix steht jetzt unsere neue Softwaregeneration in den Startlöchern - mit umfangreichen Verbesserungen und Erweiterungen", verspricht Axel Zein. Wie die konkret aussehen und auf welche Trends man damit reagieren will, erklärt der WSCAD-Geschäftsführer im SCHALTSCHRANKBAU.

Können Sie ein Beispiel geben, wie Sie diesen Trends konkret begegnen?

Zein: Etwa bei der Menüführung. Wir haben die Menüleiste nicht nur besser eingebunden, sondern auch um die smarte Suchfunktion Search&Click ergänzt. Dadurch erhält der Anwender mehr Platz für das eigentliche Projekt. Gleichzeitig muss er nicht mehr tief in das Menü hineingehen. Stattdessen kann er schon über die Suchmaske alles durchführen, was die Software hergibt: z.B. Projekte anlegen, Stromlaufpläne öffnen, Funktionsbausteine anwenden oder Komponenten einfügen. So finden sich selbst Gelegenheits-User schnell zurecht, aber auch erfahrene Power User freuen sich über die vereinfachte Nutzerführung. Das geht soweit, dass sie das Menü fast gar nicht mehr verwenden. Darüber hinaus haben wir die Handhabung in vielen weiteren Details verbessert. Der größte Mehrwert für den Anwender findet sich allerdings im neuen Editor.

Warum das?

Zein: Mit dem neuen Editor zielen wir ebenfalls konsequent in Richtung User-Komfort. Das beginnt aber nicht erst bei der Arbeit in einem Projekt, sondern setzt schon viel früher an. Nämlich mit der Wahl des Datei-Formats. Tatsächlich ist das am weitesten verbreitete Format DXF/DWG – vielleicht nicht in Deutschland, aber aus weltweiter Perspektive mit Sicherheit. Und gerade im Ausland gibt es noch großes Potenzial für unsere Lösungen. Deswegen haben wir beim neuen Editor diesen Standard aufgegriffen und vollständig implementiert. Dadurch können Anwender alles, was sie im Engineering bisher realisiert haben, in das neue Tool Electrix übernehmen – sie können auf jedes Element und alle Layer zugreifen, alle Informationen auslesen oder ausliefern. Ohne Daten konvertieren zu müssen. Somit sinkt natürlich auch die Hürde gewaltig, generell zu WSCAD zu wechseln.

DWG wurde also nicht als Datenformat ergänzt, sondern es bildet das neue Fundament?

Zein: Richtig. Der Editor in Electrix ist zu 100 Prozent neu. Vom alten Editor ist quasi nichts mehr übrig. Gleichzeitig nehmen wir natürlich Rücksicht auf unsere Bestandskunden und hängen die Kompatibilität bei Electrix extrem weit oben auf. So ist die neue Software vollständig rückwärts kompatibel bis 2012. Zudem kann der Anwender drei Versionen in der WSCAD Suite zurückspeichern. Das ist etwa dann extrem hilfreich, wenn es um Langläuferprojekte geht, an denen die beteiligten Parteien mit unterschiedlichen Software-Versionen arbeiten. Im übrigen haben wir mit Electrix auch die Schnittstellen zu anderen Engineering-Umgebungen nochmals verbessert, z.B. zu Kiesling bzw. Rittal oder zu Hoffmann/Steinhauer bzw. nVent, zum TIA Portal von Siemens oder zu den Klemmenkonfiguratoren und Druckern von Phoenix Contact, Weidmüller und Wago.

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