Zugeschnittene Klein- und Kleinstantriebssysteme aus dem Baukasten

Plattform für den passenden Antrieb

Vor drei Jahren haben Koco Motion und Adlos erstmals die Plattform KannMotion vorgestellt. Jetzt haben die Kooperationspartner den aus Schrittmotor, integrierter Steuerung und Encoder bestehenden Antrieb weiterentwickelt - sowohl auf Seite der Hardware als auch bei der Software. Zudem unterstützt bei der zweiten Generation ein komplett überarbeitetes Bedientool den Anwender bei der Integration.
Koco Motion und Adlos haben die KannMotion Plattform Generation 2.0 gemeinsam entwickelt. Weniger Bauteile, weniger Zulieferer, kleinerer Einbauraum: Das sind nur einige Merkmale der Plattform
Koco Motion und Adlos haben die KannMotion Plattform Generation 2.0 gemeinsam entwickelt. Weniger Bauteile, weniger Zulieferer, kleinerer Einbauraum: Das sind nur einige Merkmale der PlattformBild: Koco Motion GmbH

Die KannMotion-Plattform ist flexibel, wenn es um die Anpassung der zugedachten Applikation geht. „Mit diesen Optionen können unsere Kunden ihre Total Cost of Ownership reduzieren“, sagt Adlos-Geschäftsführer Thomas Vogt. „Sie erhalten genau die Features, die sie für ihre Anwendung benötigen“, fügt Olaf Kämmerling, Geschäftsführer von Koco Motion, hinzu.

 Weniger Bauteile, weniger Zulieferer, kleinerer Einbauraum: 
Auf diese Eigenschaften ist die KannMotion-Plattform ausgelegt.
Weniger Bauteile, weniger Zulieferer, kleinerer Einbauraum: Auf diese Eigenschaften ist die KannMotion-Plattform ausgelegt.Bild: Koco Motion GmbH

Die Plattform als Basis

Der aus einem Schrittmotor mit integriertem Encoder und einer direkt angebauten Steuerung bestehende Antrieb ist als geschlossener Regelkreis konzipiert. Als Closed-Loop-Antrieb ist er einfach aufgebaut und voll programmierbar. Die individuellen Anpassungen der Hard- und Software für Kundenprojekte basieren typischerweise auf 80 Prozent Standardbausteinen, die nach dem Baukastenprinzip zusammengestellt werden. Das kompakte Antriebssystem arbeitet auch im Dauerlauf zuverlässig wie ein Servomotor und lässt sich über Befehle oder Ablaufprogramme programmieren. KannMotion-Antriebe gibt es in den Flanschgrößen Nema 11, 14, 17, 23, 24 und 34 mit Drehmomenten von 0,05 bis 12Nm. Die Versorgungsspannung ist von 12 bis 48V gegeben und der Phasenstrom kann bis maximal 10A betragen. Einsatzgebiete finden sich überall dort, wo Positionieraufgaben, geregelter Dauerlauf oder ein programmierter Bewegungsablauf benötigt werden.

Der kleinste Linearaktuator: Nema 11
Der kleinste Linearaktuator: Nema 11Bild: Koco Motion GmbH

Summe aller Komponenten

Durch die Reduzierung der Komponenten verringern sich Montageaufwand, das dabei entstehende Fehlerpotential und der Verschleiß. Durch den Wegfall des Getriebes fällt auch der Geräuschpegel kleiner aus. Der Wirkungsgrad ist um 30 bis 50 Prozent höher als bei einem konventionellen DC-Getriebemotor-Antriebssystem. Der KannMotion-Antrieb hat zudem geringe Abmessungen, weil die kompakte Steuerung direkt auf dem Antrieb sitzt und der Encoder bereits integriert ist. Über die Einstellung des Stroms lässt sich das abgegebene Drehmoment anpassen. Hier ist ein Klemmschutz gemäß Maschinenrichtlinie gegeben, so dass beim Schließen von z. B. einer Klappe keine Verletzungsgefahr besteht. Ein technischer Defekt bei Manipulation oder Fehlbedienung des Antriebs ist durch den Wegfall des Getriebes ausgeschlossen. Der Antrieb lässt sich einfach zurückdrehen. Das Rastmoment vom Motor ist sehr niedrig und Komponenten werden nicht belastet. Auch die Fehlersuche im Fall eines Defekts sei sehr einfach. „Weil das Produkt alle Funktionen vereint, kann ein Fehler auch nur am Produkt selbst entstehen“, sagt Kämmerling. „Fehler durch Anbauteile, Verkabelung oder falsche Anschlüsse beispielsweise gibt es erst gar nicht.“ Im Falle eines Fehlers kann der Motor einfach Plug&Play ausgetauscht werden.

Aufs Papier gebracht: die Kann Motion Plattform von Adlos und Koco Motion
Aufs Papier gebracht: die Kann Motion Plattform von Adlos und Koco MotionBild: Koco Motion GmbH

Auslegung der Antriebseinheit

Wie muss man sich die Auslegung solch einer Antriebseinheit vorstellen? „Die Integration eines Motors in ein neues Produkt erscheint im ersten Augenblick recht simpel“, beschreibt Kämmerling das Prozedere. „Der Motor soll eine spezifische Dreh- oder Linearbewegung ausführen. Diese erzeugte Bewegung ist das Herz des Antriebs. An diesem Punkt kommt unser Know-how dazu: Die Auswahl des richtigen Antriebs mit der passenden Ansteuerelektronik.“ Zur Spezifikation der Anforderungen müssen die Kunden zunächst einige W-Fragen beantworten:

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