Wo sehen Sie Ihre Stärken und Alleinstellungsmerkmale im steigenden IIoT-Wettbewerb?

Berz: Die zwei Haupt-USPs wurden schon angesprochen: Punkt eins ist ganz klar die Einfachheit und der damit verbundene Mehrwert. Dass der Anwender seine Lösung schnell und einfach umsetzen kann, ist gerade mit Blick auf das IIoT ein riesiger Vorteil. Denn oft werden hier große Investitionen und viel Aufwand befürchtet. Mit unseren Produkten schrauben wir diese Hürde drastisch nach unten. Der Kunde erhält umgehend eine Vorstellung von Aufwand und Kosten. Punkt zwei ist die große Offenheit: Wir sind bei der IoT-Lösungsfindung weder an IT- und Plattformanbieter noch an Hersteller von Automatisierungstechnik gebunden.

Salerno: Gerade in den gewachsenen Produktionsstrukturen in Europa ist das für uns ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Hier können wir dem Anwender mit dieser Strategie einen großen Mehrwert bieten.

Welche Rolle spielt der europäische Markt für Red Lion?

Salerno: Wir verstehen uns selbst als Global Player und so führt kein Weg an Europa vorbei. Entsprechend sind wir in Deutschland, dem Zentrum des europäischen Industriemarktes, auf Wachstum ausgerichtet und setzen ergänzend zu unserem Produktspektrum auf ein hohes Level an Service und Support. Damit wollen wir möglichst nah am Kunden sein, seine Anforderungen und Bedürfnisse ganz genau verstehen, und mit diesem Wissen auch andere Märkte adressieren.

Das heißt der deutsche bzw. europäische Markt ist für Red Lion in gewisser Weise auch ein Türoffner in andere Länder und Regionen?

Berz: Alle Märkte sind zwar in ihren Details einzigartig, sind aber in den allermeisten Fällen doch von einer bestimmten Technologie geprägt. So ist es für Red Lion selbstverständlich – trotz der nordamerikanischen Wurzeln – auch die europäisch geprägten Automatisierungstrends verstehen und begleiten zu können.