Vorteile in der Anwendung

Die Funktionalität ist im Messgerät eingebaut und damit über alle Bedien- und Systemintegrationsschnittstellen verfügbar. Ein Zugang zum Messgerät im Feld zur Nutzung der Funktionalität ist nicht erforderlich. Die Prüfdokumentation kann als Nachweis von Qualitätsmaßnahmen genutzt werden. Im Rahmen der Wiederholungsprüfung in SIL-Schutzkreisen ermöglicht es die Technologie, andere, aufwendige Prüfmethoden zu ersetzen (Re-Kalibrierung; Anfahren des Auslösepunktes) oder deren Prüfintervalle zu verlängern. Das einheitliche Prüfkonzept für SIL2/3-Zweileitertechnologien erhöht zudem die Anlagenverfügbarkeit und Prozesssicherheit:

  • • Prüfung der kompletten Signalkette im eingebauten Zustand, ohne Anfahren des Auslösepunktes,
  • • Verlängerung der Kalibrierintervalle bei Wiederholprüfungen,
  • • kein Eingreifen in den Messkreis, kein Feldeinsatz und Arbeiten am Gerät,
  • • Vermeidung systematischer Fehler durch automatisierten Prüfablauf,
  • • lückenlose, rückverfolgbare Verifikationsergebnisse auf Knopfdruck,
  • • Prüfung der Gerätefunktion mit einer Testabdeckung (Total Test Coverage TTC) von >95 Prozent

Rückführbarkeit

Alle Prüfungen werden auf einen unveränderlichen Werkszustand zurückgeführt und interne Referenzen während des Fertigungsprozesses rückführbar kalibriert. Die Referenzen sind redundant in den Geräten ausgeführt; damit ist eine permanent gegenseitige Überwachung durch einen Synchron-Lauftest sichergestellt. So können Drifts und Alterung der Referenzelektronik-Komponenten sicher erkannt werden. Durch die Heartbeat-Technologie wird die gesamte Signalkette, vom Messaufnehmer über den Messumformer bis zu den Ausgängen, permanent geprüft. Sie deckt die Anforderungen an rückführbare Prüfungen gemäß ISO9001 ab. Bestätigt ist dies in einer Bescheinigung des TÜV-Süd.