VDMA: Mehr Forschung im Maschinenbau

VDMA: Mehr Forschung im Maschinenbau

Die Maschinenbauer haben im Jahr 2016 gut 5,6Mrd.€ für interne Forschung und Entwicklung aufgewendet. „Andere reden, wir innovieren und produzieren – nämlich eine gute Zukunft für die Menschen in unserem Land“, erklärte Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, anlässlich der im Dezember 2017 veröffentlichten Zahlen des Stifterverbands zu den FuE-Aufwendungen im Wirtschaftssektor. „Mit einem Zuwachs von 3,5% liegt der Maschinenbau über dem Anstieg im Durchschnitt der Industrie.“ „Der Maschinenbau steht paradigmatisch für Ingenieurskunst“, betonte Rauen weiter. „Auch im Zeitalter von Industrie 4.0 machen qualifizierte Menschen den Unterschied aus.“ Die Zahl der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung (Vollzeitäquivalente) wuchs zwischen 2016 und 2015 um rund 1.200 auf 44.464. Das entspricht einem Anstieg um 2,7%. Bei der Vergabe von Forschungsaufträgen, den sogenannten externen FuE-Aufwendungen, war ein kräftiges Plus von 19,3% auf nun 655Mio.€ zu verzeichnen. „Jetzt muss auch die Politik liefern“, unterstrich Rauen. „Midrange Companies werden von der Forschungsförderung benachteiligt.“ Große Verbundprojekte würden nicht in die Planungswelten dieser Unternehmen passen. Förderangebote für KMU stünden diesen größeren Mittelständlern nur eingeschränkt offen. Entsprechend sei die Förderwahrscheinlichkeit bei kleinen und großen Unternehmen signifikant höher. „Dieses Förder-Dilemma muss aufgelöst werden“, forderte Rauen. „Die steuerliche Forschungsförderung ist dafür das Instrument der Wahl.“ Der VDMA vertritt mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit aktuell gut einer Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 215Mrd.€ (2016) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Thematik: News
Ausgabe:
VDMA e.V.
www.vdma.org

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