Wie soll der Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland künftig aussehen? Welche Schlüsselindustrien, Ressourcen und Infrastrukturen braucht das Land, um auch langfristig ökonomisch erfolgreich zu sein? Antworten auf diese Fragen will die vom VDI ins Leben gerufene Initiative ‚Zukunft Deutschland 2050‘ finden.
Die größte Volkswirtschaft in der Europäischen Union hat in den vergangenen Jahren schrittweise ihre technologische Vorreiterrolle eingebüßt. Auch eine repräsentative VDI-Befragung aus dem vergangenen Jahr bestätigt den Handlungsbedarf: So hält nur noch die Hälfte der Befragten (54%) ihr Heimatland für wettbewerbsfähig. Der VDI hat deshalb die Initiative Zukunft Deutschland 2050 ins Leben gerufen. „Als unabhängige und nicht-parteiische Mitgliederorganisation möchten wir strategische Impulse für Deutschlands Zukunft geben. Politik und ökonomische Interessen sind häufig von kurzfristigen Zyklen dominiert. Unser Ziel ist es, Diskussionen zu versachlichen und konkrete Wege aufzuzeigen, wie sich Deutschland auch in Zukunft als führender Wirtschafts- und Technologiestandort positionieren kann“, so VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein.
Ausgestaltet wird die neue Initiative gemeinsam mit den VDI-Fachgesellschaften, VDI-Landesverbänden, Bezirksvereinen und Netzwerken. Zudem profitiert die Initiative nicht nur vom Knowhow der Ingenieurinnen und Ingenieure aus dem VDI, sondern auch vom Fachwissen zahlreicher externer Expertinnen und Experten aus anderen Disziplinen.
Die Entwicklung einer positiven Zukunftsperspektive für Deutschland 2050 wird von einem umfangreichen Maßnahmenpaket begleitet, das der VDI Schritt für Schritt ausrollt und kommunikativ begleitet. Dabei ruft der VDI in den kommenden Wochen verschiedene Multi-Stakeholder-Dialoge zu wichtigen Themenkomplexen ins Leben – u.a. zur technologischen Umsetzung des Wasserstoffhochlaufs oder der Bekämpfung des Fachkräftemangels in Technikberufen in einer sich verändernden Arbeitswelt. Zum Start der Initiative beschäftigt sich der VDI mit der Energieversorgung der Zukunft und veröffentlicht anlässlich der Europawahl ein Thesenpapier, das sich mit den Herausforderungen der Transformation des deutschen und europäischen Energiesystems befasst.



















