Gehring meldet Insolvenz an

Bild: Gehring Technologies GmbH

Die deutschen Gehring-Gesellschaften haben beim Amtsgericht Stuttgart Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das hat das Unternehmen in der vergangenen Woche bekannt gegeben. Davon betroffen sind die Standorte in Ostfildern, Naumburg und Wernigerode mit insgesamt 624 Mitarbeitern. Die Löhne und Gehälter seien im Verlauf des vorläufigen Insolvenzverfahrens abgesichert. Der Geschäftsbetrieb werde uneingeschränkt fortgeführt, die Lieferfähigkeit sei weiterhin in vollem Umfang für bestehende und neue Aufträge gegeben.

Die Situation der Gehring-Gruppe war in den letzten Jahren geprägt von der Transformation in der Automobilindustrie. Die rückläufige Entwicklung im Geschäft mit der Produktionstechnik für Verbrennungsmotoren sowie die drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie wurden frühzeitig und konsequent durch Strukturanpassungen adressiert. Durch die Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Leistungen, vor allem in den Bereichen E-Mobilität, Lasertechnologie und Digitalisierung konnten neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Vor diesem Hintergrund will die Geschäftsleitung nun mit dem Insolvenzverwalter im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens eine positive Neuaufstellung für die Zukunft entwickeln.