Einfacher Aufbau der Sicherheitslogik per Drag & Drop
Die Safety-Applikation wird mit der kostenfrei erhältlichen Software Safeconf konfiguriert. Das Tool stellt alle notwendigen Funktionen auf der Oberfläche bereit. Hier kann der Anwender die gesamte Sicherheitslogik per Drag & Drop aufbauen, ohne zwischen verschiedenen Fenstern springen zu müssen. Safeconf gliedert sich in drei Bereiche: die Tool Box mit sämtlichen bereits vom TÜV zertifizierten Funktionsbausteinen, dem Hardware-Editor und dem Verdrahtungsbereich, in dem die Sicherheitslogik erstellt wird. Im ersten Schritt werden die erforderlichen Bausteine aus den unterschiedlichen sicheren Funktionen der Tool Box ausgewählt und mit der Maus in den Verdrahtungsbereich gezogen. Dort verknüpft der Anwender die Bausteine mit den gewünschten Ein- und Ausgängen, die er ebenfalls per Drag & Drop in den Verdrahtungsbereich holt und per Maus virtuell verdrahtet. Beim Umgang mit der Konfigurations-Software werden keinerlei Programmierkenntnisse benötigt, um das SafetyBridge-System an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Fragen zu den Software-Funktionen beantwortet eine Hilfefunktion, die neben den Funktionsbeschreibungen auch Applikationsbeispiele beinhaltet, die sich auf die entsprechende Problemstellung anwenden lassen.
Automatische Detektierung beliebiger Fehler
SPS-Programmierer, in deren Aufgabenbereich der Safety-Part nicht fällt, sowie Inbetriebnehmer übernehmen bei der SafetyBridge Technology keine Verantwortung für die sicherheitsgerichtete Applikation. Denn das SBT-System ist darauf ausgelegt, beliebige Fehler des SPS-Anwenders aufzudecken und zu beherrschen. Ohne auf die Besonderheiten des jeweiligen Netzwerks Rücksicht nehmen zu müssen, generiert der Safety-Experte die sicherheitsgerichtete Applikation, für die er selbstverständlich die Verantwortung trägt. Anschließend übergibt er eine steuerungsspezifische Datei an den Programmierer, der sie ordnungsgemäß in die Steuerung integriert. Danach läuft das System an. Unterläuft dem Programmierer beispielweise bei der Adressierung der Module ein Fehler, erhält er entsprechende Diagnosemeldungen und das System steht. Das bedeutet, dass entweder alle Tätigkeiten richtig ausgeführt sind oder das System nicht funktioniert.
Flexible Integration in neue und vorhandene Applikationen
Als die SafetyBridge Technology 2008 entwickelt wurde, integrierten die Safety-Spezialisten sie zunächst in das bewährte Inline-System. Bei Inline handelt es sich um einen flexiblen I/O-Baukasten in feingranularer Bauweise für den Schaltschrank. Aus einer großen Auswahl an Standard- und Funktionsmodulen für sämtliche gängigen Feldbussysteme und Ethernet-Netzwerke lassen sich die Automatisierungsfunktionen individuell zusammenstellen. Aufgrund der stetigen Weiterentwicklung – z.B. die Bereitstellung neuer I/O-Module und Buskoppler – setzt sich die internationale Verbreitung des Inline-Systems fort. Wegen der großen Nachfrage von SafetyBridge hat Phoenix Contact die Technologie nun ebenfalls in das blockmodulare I/O-System Axioline F einfließen lassen. Seit der Hannover Messe 2016 stehen je ein Logikmodul sowie ein digitales Ein- und Ausgangsmodul zur Verfügung. Alle Module umfassen je vier sichere digitale Ein- respektive Ausgänge bei zweikanaliger Belegung sowie je acht sichere digitale Ein- respektive Ausgänge bei einkanaliger Belegung. Axioline zeichnet sich insbesondere durch die hohe Übertragungsgeschwindigkeit im Backplane-Bus sowie eine einfache Installation und robuste Mechanik aus. Aufgrund dieser Eigenschaften bedient die I/O-Familie im Vergleich zu Inline weitere Anwendungsfelder. In beiden Produktlinien eignen sich die SBT-Module sowohl für Neuinstallationen als auch für Retrofit-Projekte. n Gehäuselösung für Raspberry Pi-Minicomputer

















