Veränderte Produktionswelten
Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette impliziert neue Anforderungen an die Mitarbeiter. Durch die Veränderung des Verhältnisses von Mensch und Maschine in der Smart Factory verändern sich auch die Aufgaben und entsprechend die Kompetenzanforderungen an die Arbeitnehmer, resp. auch an qualifizierende Maßnahmen und Ausbildung im Speziellen.
Vorstandsvorsitzender des Vereins New Automation (Bild: New Automation e. V.)
Es gilt, Auszubildende und Studierende der technischen Bildungsbereiche auf die Vernetzung aller Produktions-, Montage-, Liefer- und Serviceprozesse vorzubereiten. Dies beinhaltet aus meiner Sicht keineswegs nur die Integration bzw. eine deutliche Ausweitung der IT-Kompetenz. Vielmehr wird es zukünftig verstärkt auch darum gehen, in interdisziplinären Projekten kreativ technische Lösungen zu finden. Es wird also in hohem Maße notwendig sein, den technischen Nachwuchs gerade hierauf schon während seiner Ausbildung an Schule, Berufsschule oder Universität vorzubereiten. Gelingen kann dies meiner Ansicht nach über die vermehrte Integration von technischen Praxisprojekten in die curricularen Strukturen. Sie ermöglichen den Projektmitgliedern eine selbstständige Auseinandersetzung mit aktuellen technologischen Fragestellungen gleichermaßen wie sie das Training sozialer Kompetenzen im Umgang mit sich selbst (Selbstdisziplin, Eigenverantwortung) und im Umgang mit anderen (Sprachkompetenz, Teamfähigkeit, soziale Interaktion) fördern. Um technische Bildungsprojekte nachhaltig zu unterstützen, wurde auf Initiative des ZVEI und der deutschen Elektroindustrie 2013 der gemeinnützige Verein New Automation e.V. gegründet. Die Mitgliedsunternehmen fördern flächendeckend in der ganzen Bundesrepublik Automatisierungsprojekte, indem sie aktuelle Technik und Know-how zur Verfügung stellen. Dabei arbeitet der Verein in allen Bildungsbereichen ab der Sekundarstufe II. Für Bildungspartner ist die assoziierte Mitgliedschaft kostenfrei.

















