Optische Prüfung

Optische Prüfung

Aus heterogen wird homogen

Beste Ergebnisse in der optischen Prüfung erfordern eigentlich homogene Verfahrens- und Automatisierungsumgebungen. In der Praxis müssen aber häufig verschiedene Systeme miteinander kombiniert werden, was einer ständigen Abstimmung der Einzelkomponenten bedarf. Doch es geht auch anders.
Moderne optische Prüfung von Werkstücken basiert heute im Wesentlichen auf vier Kernkompetenzfeldern: Laser, Automatisierung, sowie Mess- und Regelungstechnik. Die besten Ergebnisse erfordern eigentlich homogene Verfahren und Umgebungen, jedoch müssen in der realen Anwendung häufig verschiedene Systeme miteinander kombiniert und integriert werden. Daraus resultierende heterogene Gesamtbetriebsumgebungen bedürfen im Regelfall der ständigen und regelmäßigen Abstimmung und Kalibrierung aller Einzelkomponenten. Dass es auch anders gehen kann, zeigt die hier vorgestellte Lösung. Zusätzlich werden neue Wege und Möglichkeiten erfolgreich eingeschlagen und bis zum Ende fortgeführt. Ein gezieltes Betrachten und Ausnutzen hoher Synergieeffekte der verwendeten Einzelkomponenten im Vorfeld machte dies möglich.

Prüfsystem und Anlagensteueurng kombiniert

Denkbare Synergieszenarien bietet die Kopplung von optischen Prüfsystemen mit der Anlagensteuerung ohne dabei die verbaute Hardware kosten- und wartungsintensiv zu vervielfachen. Dies war der Ansatz der Firma Q.Vitec, die dafür in das Produktportfolio des HMI-Anbieters Pro-Face griff. Der entstandene Ansatz bot darüber hinaus ein Feature der Fernbedienung, welches dem Gesamtkonzept der Anlage ein Plus im Handling für den Bediener bietet. Die Einbindung von Video zur optischen Kontrolle über die Bildverarbeitungs-Software Q.400, zuzüglich zur HMI der Anlagensteuerung, wurde durch den leistungsstarken 15″ IPC sehr unkompliziert für Q.Vitec. Beide Welten – die Windows-Welt im Bereich der optischen Bildverarbeitung, welche starke Prozessoren und hochspezialisierte Software benötigt sowie die HMI-Welt, die mit der Laufzeitumgebung die passenden Schnittstellen zur Kommunikation und Bedienung der Anlagensteuerung bietet – gehen hier einen sehr geringen Kompromiss bei hohem Anwendernutzen ein. Aus der Anwendung der optischen Werkstückprüfung heraus ergeben sich nun Bedienungsszenarien für die Gesamtanlage, die den manuellen Eingriff in die Anlage erfordern können, beispielsweise das Ausrichten von Kameras, Feinjustage von Prüfstückmustern innerhalb des Prüfvorgangs oder schlichte Einstellungsprüfung von Anlagenkomponenten an unzugänglichen Stellen.

Kompetenz in Kombination

Hier kommt der nächste große Synergieeffekt durch die Fernbedienoption zum Tragen: In klassischen Szenarien dieser Art sind Mehrbedienerkonzepte unumgänglich, da eine Person das Prüfbild im Auge hat, während mindestens eine weitere Person ‚in der Anlage‘ ist; nicht so jedoch im Gesamtkonzept der Firma Prautec, dem Mutterunternehmen der Firma Q.Vitec. Neue Wege und Möglichkeiten zeigte hier die Software-Komponente Remote HMI aus dem Hause Pro-Face. Hiermit kann ein einzelner Anlagenbediener an seinem SmartPhone oder Tablet (iOS oder Android) den Bildschirminhalt, dedizierte Anwendungen oder auch komplette Bildschirmausschnitte des in der Anlage arbeitenden IPC direkt sehen und bedienen. Im Live-Bild sind die Visualisierung zur Anlagensteuerung aus dem HMI-Bereich sichtbar und voll bedienbar, wie auch die bildgebende Kamerakomponente des Software-Pakets Q.400 von Q.Vitec. In Kombination sind die Kompetenz des Unternehmens im Bereich der optischen Bildverarbeitung, von Prautec im Bereich der Prozessautomatisierung und der technische Produktsupport von Pro-Face ausschlaggebend für das nahtlose Ineinandergreifen der einzelnen Komponenten und verantwortlich für die homogen agierende Lösung aus zunächst heterogen Einzelbestandteilen.

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Pro-face Deutschland GmbH
www.pro-face.de

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