Neuheiten aus der PLCopen

Neuheiten aus
der PLCopen

Um die Entwicklung von Nutzerbibliotheken zu erleichtern hat PLCopen zusammen mit seinen Mitgliedern Richtlinien dafür entwickelt, wie man PLCopen-konforme Funktionsblöcke erstellt. Das neue Dokument beinhaltet Anleitungen und Beispiele, um eigene Bibliotheken zu erstellen. Es ist Teil einer größeren Reihe mit dem Namen ‚Software Construction Guidelines‘. In dieser Reihe sind dieses Jahr bereits die ‚Coding Guidelines‘ veröffentlicht worden, die auf der PLCopen-Homepage herunterladbar sind. Ein weiteres Dokument ist für das Thema ‚Structuring and decomposition via SFC (do’s & dont’s)‘ geplant. Zusätzliche Arbeitsgruppen innerhalb der ‚Software Construction Guidelines‘ befassen sich außerdem mit den folgenden Themen: Anleitung zur Dokumentation in Softwareprogrammen, Softwarequalitätsprobleme und Durchgängigkeit, Softwareentwicklungsprozess sowie Objektorientierung in der dritten Edition. Die Ergebnisse der verschiedenen Untergruppen werden nach und nach auf der PLCopen-Webseite zur Verfügung gestellt. Das Dokument ‚Creating PLCopen Compliant Libraries‘ in der Version 0.99 mit Kommentarfunktion ist dort ebenfalls als Download zu finden.

SafeMotion als eine systemunabhängige Lösung

Die Einführung von Safety-Netzwerken macht die Antriebs- und Motion-Steuerung immer mehr zu einer Frage der Software: Festverdrahtete Systeme werden durch Softwarebefehle über vernetzte Systeme ersetzt. Diese Entwicklung wird durch Unternehmungen wie Industrie 4.0 beschleunigt, um mehr Flexibilität zu schaffen. Allerdings bieten die verschiedenen Netzwerke unterschiedliche Ansätze, was Probleme beim Nutzer verursacht, besonders in Produktionsumgebungen mit heterogenen Netzwerken. Um das in Einklang zu bringen hat die PLCopen für den Bereich SafeMotion eine Arbeitsgruppe gestartet, die einen übergreifenden Vorschlag formuliert hat, um MotionControl-Safety-Aspekte in den verschiedenen Netzwerken, wie ProfiSafe, Safety over Ethercat, CIP Safety over Sercos, OpenSafety, CC-Link IE und Mechatrolink sowie den in der OMAC beschriebenen Nutzerbereichen, zu entwickeln. Diese neue Lösung basiert auf einer existierenden Funktionalität, die bereits in PLCopen-Safety spezifiziert wurde: SF_SafetyRequest. Damit können die meisten Safety-Drive-Funktionalitäten einfach abgebildet werden, besonders durch die Bereitstellung eines Leitfadens mit definierten Namenskonventionen, der ein generisches Schema enthält, wie man Signale in Bezug auf vom Safety-Drive unterstützte Funktionen benennt. Kombiniert mit einem I/O- oder Drive-Konfigurator können diese Benennungen für die Bits im Antriebsstatus/Antriebssteuer-Wort automatisch generiert werden, passend zum Antriebsprofil (Symbolische Bezeichnungen). Diese Arbeit ist eine Weiterführung der PLCopen Motion- und PLCopen-Safety-Aktivitäten, die beide eine Reihe von Spezifikationen zur Folge hatten. In diesen publizierten Spezifikationen wurden die Safety-Aspekte rund um Motion nur partiell beschrieben. Dieses neue Dokument schließt diese Lücke. Das Papier ‚PLCopen SafeMotion‘ in der Version 0.99 ist auf der PLCopen-Webseite zu finden.

Arbeitsgruppe aus PLCopen und OPC Foundation

PLCopen hat zusammen mit der OPC Foundation eine neue Ausgabe der Definition einer Reihe von Funktionsblöcken veröffentlicht, die eine OPC-UA-Clientfunktionalität bereitstellen. Mit dieser in einer Steuerung implementierten Funktionalität wird es möglich, eine Kommunikationssitzung zu jedem anderen verfügbaren PLCopen-OPC-UA-Server zu initiieren. Die Steuerung kann selbstständig komplexe Datenstrukturen horizontal mit anderen Steuerungen von Feldbussystemen oder vertikal mit anderen Geräten austauschen, die einen OPC-UA-Server mit einem MES/ERP-System nutzen, um Daten zu sammeln oder neue Produktionsanweisungen in die Cloud zu schreiben. Dies erlaubt einer Produktionslinie unabhängig aktiv zu sein – in Kombination mit integrierten OPC-UA-Security-Features. Die Originalversion 1.0 wurde vor zwei Jahren veröffentlicht. In mehreren Implementationen und durch Feedback von unterstützenden Unternehmen wurde klar, dass weitere Funktionalitäten benötigt werden, vor allem was ein besseres User-Interface und bessere Usability anbelangt. Durch die Spezifizierung von Funktionsblöcken, die mit einem ‚List‘-Feature erledigt werden, kann man einfacher mit Datenreihen wie Variablen und Notizen arbeiten. Jetzt kann man eine Liste von Variablen erstellen, die an die benötigte Funktionalität gekoppelt sind, wo bisher für jede Variable und Funktionalität ein Funktionsblock genutzt werden musste. Das ermöglicht effizientere Programme mit einer besseren Übersicht. Eine OPC-UA-Clientfunktionalität stellt keine harte, deterministische Real-Time zur Verfügung, aber OPC-UA bietet eine schnelle und sichere Feldbus-unabhängige Kommunikation sowie Modulierungsmechanismen. Die neue Ausgabe ist jetzt verfügbar und kann über die PLCopen Webseite heruntergeladen werden.

Das könnte Sie auch Interessieren