CAE as a Service – Vorteile und Nutzen

Rechenleistung auf Mietbasis – oder CAE as a Service (CAEaaS) – kann projektgetriebene Spitzenlasten abfangen. On-Demand-Anbieter von HPC-Systemen und -Rechenleistung bieten den Entwicklungsabteilungen von Unternehmen die Möglichkeit, situativ skalierbare Rechenressourcen zu nutzen. Für einen gebuchten Zeitraum können Ressourcen in beliebiger Höhe aktiviert werden. Dadurch bekommen Nutzer einen bedarfsgerechten und dynamischen Zugriff auf HPC-Ressourcen mit jeweils neuster Hard- und CAE-Software inklusive leistungsstarker Netzwerkkomponenten wie InfiniBand. Anschaffungs- und Folgekosten für Ressourcen sowie Lizenz- und Personalkosten entfallen. Die Abrechnung der HPC-CAEaaS-Nutzung erfolgt dabei verbrauchs- und projektbezogen. Ergebnisse werden aufgrund leistungsstärkerer Rechenressourcen schneller erzielt und Lizenzen effizienter ausgenutzt. Service- und Support-Angebote, wie Lizenz-Management, Einrichtung der Simulationsumgebung und die Auswahl geeigneter Hardware-Konfiguration werden vom CAEaaS-Provider übernommen und ermöglichen Ingenieuren die Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen. CAEaaS stellt so in der Konstruktion eine gute Ergänzung zu bestehenden Strukturen dar.

Kosten und Fazit

Selbst bei so zählbaren Vergleichsfaktoren wie der Anzahl von Prozessorkernen ist es wichtig, darauf zu achten, welche Kennzahl man heranzieht, schließlich ist die Leistung verschiedener Prozessorgenerationen nicht direkt miteinander vergleichbar. Ein geeigneter Indikator ist daher der Preis pro TFlops pro Stunde, um das Verhältnis zwischen Leistungsfähigkeit und Preis von HPC-Clustern gegenüberzustellen. Ebenso ist auf versteckte Kosten zu achten, z.B. für Datenverkehr, Support oder Storage. Aktuelle Studien der International Data Corporation prognostizieren HPC eine jährliche Wachstumsrate von 7,4 Prozent im Zeitraum 2013 bis 2018. Allein im Anwendungsbereich der CFD liegt die Wachstumsrate bei 7,3 Prozent im gleichen Zeitraum. Der Anteil der Unternehmen, die ihre HPC-Workloads in die Cloud verlagert haben, ist in den vergangenen vier Jahren um rund zehn Prozent gestiegen, allein im Vergleich von 2013 zu 2014 um gar 12,5 Prozent laut Intersect360. Ein stetig wachsendes Angebot an geeigneter Simulationssoftware lässt die Kosten für Nutzer sinken und macht die Nutzung von CAEaaS als Cloud-Lösung auch für kleine Ingenieurbüros interessant. Fakt ist, Sicherheit und Performance der Rechenressourcen ist kein Feature, sondern ein absolutes Muss eines jeden Cloud-Hosting-Anbieters im Engineering-Bereich. Ziel sollte stets eine sehr hohe integrierte Sicherheit bei gleichzeitig guter Nutzbarkeit sein. CAE as a Service ist mit dem richtigen Anbieter eine wirtschaftliche, transparente und flexible Lösung auf höchster Sicherheitsstufe. n Sechs goldene Regeln zur Nutzung von HPC On Demand für CAE-Anwender

Standort der Rechner – Hosted in Germany:

Die Wahl des Standorts hat einen wesentlichen Einfluss auf u.a. den Gerichtsstand, die Einhaltung von Datenschutz- und Exportbestimmungen, sowie die Latenz der zu übertragenden Daten. Hierzu bedarf es im Vorfeld einer Risikoanalyse. Laut diverser Studien entscheiden sich viele Cloud-Anwender für eine physische Verarbeitung und Speicherung ihrer Daten im eigenen Land. Neben dem Thema der höheren Sicherheit, ist die – im hoffentlich nie benötigten Bedarfsfall – mögliche Anwendung lokalen Rechts entscheidend.