Bestimmung der Koeffizienten
Um die Koeffizienten zu bestimmen, müssen mehrere Messungen durchgeführt werden. Im Prinzip muss das Kapazitätsverhältnis über dem zugrundeliegenden rF aufgezeichnet und in eine Tabelle eingetragen werden. Dieses Vorgehen wird für verschiedene Temperaturen wiederholt, um die Temperaturabhängigkeit der Koeffizienten zu berücksichtigen. In der dafür bereitgestellten Software können die Datensätze aufgenommen werden (Bild 2). Die Wertetabelle ist ein Beispiel dafür, was Acam unter einem Datensatz versteht – nämlich die Aufnahme des Kapazitätsverhältnis bei verschiedenen Feuchtigkeitswerten (im konkreten Beispiel spiegeln die Kalibrierungspunkte typische Feuchtewerte auf Basis von chemischen Salzlösungen dar). Es können mehrere Datensätze aufgenommen werden – im Beispiel sind es Zwei, für die Temperaturen 25 und 60°C – die Anzahl der Kalibrationspunkte sind frei wählbar. Die Software berechnet dann die zugehörigen Koeffizienten kyy und stellt diese zum Download ins chipinterne EEPROM bereit. Es erfolgt darüber hinaus eine erste mathematische Abschätzung des Fehlers im Diagramm ‚Error vs. Temperature‘, mit dessen Hilfe man entscheiden kann, ob die Anzahl der Kalibrationspunkte ausreicht oder erhöht werden sollte. Mit dem Herunterladen der Koeffizienten ins EEPROM ist die Sensorlinearisierung dann abgeschlossen. Alles Weitere erledigt dann die Firmware, die mit Hilfe der Feuchte- und Temperaturinformation den Taupunkt automatisch berechnet und gegen die zweite Temperaturinformation, z.B. vom Sensor an der Frontscheibe, vergleicht. Mit Hilfe eines programmierbaren Grenzwertes kann dann ein Ereignis ausgelöst werden, wie z.B. die Aktivierung der Kfz-eigenen Klimaanlage, um das Beschlagen der Frontscheibe zu vermeiden. Somit sind dank des integrierten DSPs und vieler Messschnittstellen nur noch wenige externe Komponenten notwendig, um ein kosteneffektives System für die Taupunkterkennung zu realisieren.
















