Tool für die Schaltschrankverdrahtung
Die neue Software Eplan Smart Wiring ist auf Vereinfachungen in der Schaltschrankverdrahtung ausgerichtet. Ob Quelle/Ziel-Beschreibung, Anschlusspunktbezeichnung, Querschnitt, Farbe, Drahtlänge, Endbehandlung oder exakte Verlegewege – alle notwendigen Informationen zur Verdrahtung wie auch die Engineering-Daten des Montageaufbaus im Schaltschrank werden digital für die Fertigung bereitgestellt und visualisiert. Die zeitaufwändige, fehleranfällige und Know-how-intensive Verdrahtung auf Basis des Schaltplans entfällt. Die digitale Darstellung des neuen Tools referenziert dabei auf das 3D-Layout des virtuellen Modells in Eplan Pro Panel. Aber auch ohne ein 3D-Layout lässt es sich produktivitätssteigernd einsetzen. So können beispielsweise Excel-Listen mit allen erforderlichen Verbindungsinformationen eingelesen werden. Zwar entfällt ohne 3D-Layout die Visualisierung der Verlegewege und Montageschritte – die schrittweise Abarbeitung und auch der Vergleich verschiedener Verbindungslisten bei Last-Minute-Änderungen bleiben jedoch bestehen. Der Werker hat zu jedem Zeitpunkt klare Informationen darüber, wie weit die Verdrahtung insgesamt fortgeschritten ist, was noch verdrahtet werden muss und welche Änderungen er bei Bedarf wie durchzuführen hat. Mit der Eplan-Plattform 2.6, die in Hannover präsentiert wird und im September 2016 erscheint, wird auch Smart Wiring verfügbar sein.
Systemgeführte Anwendung
Ein einfach gestaltetes Menü beschreibt jede einzelne Verbindung. Ergänzt wird diese Information um die Visualisierung der Betriebsmittel inklusive Anschlusspunkte sowie der geplanten Verlegewege der Drähte im Schaltschrank. Die Software gibt Auskunft über den erforderlichen Durchmesser eines Drahtes, die zu verwendende Farbe sowie über die definierte Endbehandlung – beispielsweise gecrimpt oder ultraschallgeschweißt. Auch die Zugehörigkeit zu einem Bündel wird exakt angezeigt. Damit ist jede Verbindung und auch jeder Arbeitsschritt nachvollziehbar. Sobald eine Verbindung fertig verdrahtet ist, wird sie im Ampelprinzip auf Grün gesetzt. Im Fall von mehreren Arbeitssschichten ist das eine erhebliche Erleichterung. Ein Kollege kann dort weitermachen, wo sein Vorgänger in der Verdrahtung aufgehört hat. Last-Minute-Änderungen werden mit der Eplan Smart Wiring in Eplan Pro Panel erfasst und aktualisiert. Über das neue Tool lassen sich beide Projektzustände gegeneinander vergleichen und alle Änderungen dokumentieren. Das spart viel Zeit im Vergleich zum manuellen Prozess. Die Software zeigt alle obsoleten, alle bereits verdrahteten, jedoch zu entfernenden wie auch zusätzliche Verbindungen an.
Doppelte Eplan-Präsenz in Halle 8
Industrie-4.0-kompatible Konzepte stehen in Halle 8 auf dem Programm und Eplan ist dort gleich zweimal präsent. Unter dem Motto ‚Smart Engineering and Production 4.0‘ zeigen die Technologiepartner Eplan, Rittal und Phoenix Contact zum zweiten Mal in Folge die komplette vertikale Integration von Produkt- und Engineering-Daten. Auf 210m² Fläche erhalten Besucher Lösungsansätze für eine intelligente Fertigung im Kontext Industrie 4.0. Neue Konzepte auf Basis digitaler Artikeldaten, standardisierter Produktdatenbeschreibungen entlang des Produktlebenszyklus, Aktivitäten in der Schaltschrankentwärmung und moderne Ansätze zur digitalen Zertifizierung von Schaltanlagen erweitern in diesem Jahr die Kernthemen der durchgängigen Wertschöpfungskette. Dabei rückt das Thema PLM/PDM als zentrales Strukturelement zunehmend in den Fokus eines komplett digitalisierten Prozesses. Weiterhin ist Eplan in Halle 8 als Teil der SmartFactory KL vertreten. Eplan unterstützt hier über Engineering und Visualisierung auch Instandhaltungskonzepte. Per OPC UA lassen sich die Maschinendaten austauschen – das bietet Projektdatensicherheit. Per Eplan View App wird eine Verbindung zwischen Steuerung und Hardware geschaffen als Basis für effiziente Wartungsszenarien.

















