„Es wird gefunkt, und die Maschine nebenan funkt dazwischen“

Bild: Moxa Europe GmbH

Hallo Herr Jaeger, wollen Sie sich kurz vorstellen?

Lars Jaeger (Moxa): Ja, mein Name ist Lars Jaeger. Ich bin seit 15 Jahren bei Moxa tätig und war zuvor bereits in der Glasfaser- und Halbleiterindustrie aktiv. Aktuell leite ich das Produktmarketing bei Moxa in Europa. Zuvor war ich im Business Development sowie im Vertrieb tätig.

Bild: Moxa Europe GmbH

Wie organisiert ein kleines Team die Betreuung eines ganzen Kontinents?

Jaeger: Obwohl wir auch direktes Geschäft betreiben, ist die Zusammenarbeit mit Distributoren ein wesentlicher Bestandteil unserer Philosophie. Wir sind überzeugt, dass wir über diese Partner einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen können – beispielsweise durch lokale Logistik und Beratung in Landessprache, aber auch durch ergänzende Portfolios. Unsere Distributoren bieten außerdem Trainings und weitere Leistungen an. Diese Partnerschaften bestehen zum Teil schon seit vielen Jahren. Ich erinnere mich an einen Distributoren-Summit vor zwei Jahren, bei dem wir festgestellt haben, dass viele unserer Partner bereits mehr als 20 Jahre mit Moxa zusammenarbeiten.

Bild: Moxa Europe GmbH

Wie positioniert sich Moxa beim Thema Cybersecurity?

Jaeger: Cybersecurity ist mittlerweile ganz oben auf der strategischen Agenda von Moxa. In Europa ist sicher die NIS-2-Richtlinie das sichtbarste Thema in diesem Kontext, da dieser rechtliche Rahmen auch OT-Unternehmen dazu zwingt, sich intensiv mit Cybersecurity auseinanderzusetzen. Früher verließ man sich häufig auf das sogenannte Air-Gap-Prinzip, aber das reicht heute nicht mehr aus. NIS-2 nimmt Unternehmen mit Betriebstechnik auch über die jeweiligen nationalen Umsetzungsgesetze rechtlich in die Pflicht. Das heißt, bei Nichterfüllung könnten sie für nachgelagerte Schäden haften müssen. Viele Länder sind allerdings noch dabei, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

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