Augmented und Virtual Reality

Wearables im industriellen Einsatz

Gamern sind Augmented und Virtual Reality bereits ein altbekannter Begriff. Die Technologie bietet aber auch für die Industrie großes Potenzial und die Einstiegshürden müssen dabei gar nicht so groß sein, wie man denken mag. Was es bei der Auswahl des Use Cases und der Lösung zu beachten gilt, zeigt Robin Schwabe, Solution Sales Manager bei Dynabook Europe.
Bild: ©bluecinema/shutterstock.com / Dynabook Europe GmbH

Laut einer PTC-Studie sind Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) im DACH-Markt weiterhin auf dem Vormarsch. Der Unterschied zwischen den beiden Technologien liegt dabei vorrangig in den verschiedenen Darstellungsformen. Während VR für die rein virtuelle Welt, also eine Computersimulation steht, nutzt AR eine Mischform aus digitalen Inhalten und bindet diese in die Realität ein. Einen Teilbereich innerhalb von AR bilden Assisted-Reality-Lösungen, die sich vor allem bei industriellen Anwendungen bewähren. In Verbindung mit Wearables, wie etwa einer Datenbrille, stehen wichtige Informationen – beispielsweise zu den nächsten Arbeitsschritten, Lageplänen oder Abläufen – über das Display der Brille zur Verfügung. Gerade für Mitarbeiter in Bereichen, die bislang noch nicht von der Digitalisierung profitieren, wie beispielsweise Montage- oder Produktionshelfer, können Assisted-Reality-Datenbrillen die internen Prozesse maßgeblich optimieren. Dies geht auch aus den PTC-Zahlen hervor: Bei der Zusammenstellung ihrer Produkte sind Monteure 50 Prozent schneller, wenn sie eine AR-Lösung im Einsatz haben.

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Bild: ©serts/istockphoto.com / Dynabook Europe GmbH

Unterschiedliche Einsatzbereiche

Fanden sich bis vor einiger Zeit AR-/VR-Anwendungen oft bei Großkonzernen, profitieren heute auch branchenübergreifend innovative Mittelständler und Unternehmen aus der Fertigungs- oder Prozessindustrie von diesen Lösungen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Einsatzszenarien entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Nutzt ein Mitarbeiter beispielsweise eine Assisted-Reality-Datenbrille, kann sich dieser während des Arbeitsvorgangs Echtzeitdaten in sein Sichtfeld einspielen lassen. Dadurch stehen nicht nur zusätzliche Informationen zur Verfügung, sondern die Träger haben auch beide Hände frei. Somit kann sich der Mitarbeiter seinen Fertigungsplan anzeigen lassen, ohne die Hände vom Werkstück nehmen zu müssen. Darüber hinaus eignen sich Assisted-Reality-Lösungen auch für folgende Einsatzszenarien:

  • Produktion bzw. Montage
  • Inspektion und Wartung z.B. von Maschinen, Werkzeugen oder Anlagen
  • Waren- oder Eingangs- und Ausgangslogistik
  • Auftragskommissionierung
  • Visualisierungen in Forschung und Entwicklung
  • Qualitätssicherung
  • Ausbildung und Training
  • Service und Support

Hilfe aus der Ferne

Besonders produzierende Unternehmen können von den Vorteilen der smarten Brillen und einer fehlerfreien Beschaffungskette profitieren. Kommt es beispielsweise innerhalb von Produktionslinien zu Störungen, ist die schnelle Unterstützung eines Spezialisten nötig. Ist dieser nicht vor Ort verfügbar, verzögert sich eventuell der Reparaturvorgang, was zu langen Ausfallzeiten und finanziellen Verlusten führen kann. Assisted-Reality-Lösungen schaffen in diesem Fall mittels Remote-Support-Option Abhilfe: Sollte ein Problem auftreten, erhält der Träger der Datenbrille aus der Ferne Hilfestellungen. Dafür kann er mittels Sprachsteuerung einen Experten kontaktieren. Dieser sieht durch die Kamera der Datenbrille genau das, was der Mitarbeiter am Band vor sich hat, und kann unterstützen. So lassen sich Ausfallzeiten minimieren, die Produktivität steigern und Kosten sparen.

Es muss nicht kompliziert sein

Oftmals befürchten Verantwortliche einen komplizierten Implementierungsprozess und scheuen sich deshalb vor der Anschaffung einer Assisted-Reality-Lösung. Doch das muss nicht sein: Basis einer jeden Lösung ist die Hardware – Prozessoren und Arbeitsspeicher sollten die nötige Performance bieten, um auch große Datenmengen zu verarbeiten. Zudem müssen sich zusätzliche Geräte wie etwa Datenbrillen nahtlos in die bestehende Unternehmensinfrastruktur einfügen. In diesem Zusammenhang ist die Wahl des passenden Betriebssystems wichtig. Da die meisten Unternehmen auf Windows setzen, sollte die Assisted-Reality-Lösung, für eine mühelose Implementierung in das Unternehmensnetzwerk, auch dasselbe Betriebssystem verwenden. Ein Beispiel für eine solche Lösung ist der DynaEdge von Dynabook, der je nach Modell, mit Windows 10- oder Windows 10-IoT-Betriebssystem arbeitet. Ein einheitliches System hat zudem den Vorteil, dass geschlossene IT-Struktur im Unternehmen etabliert wird, was zur IT-Sicherheit beiträgt.

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