Von wegen alter Käse
Modernes Produktionswerk realisiert reduzierten Kosten-, Zeit- und Konstruktionsaufwand bei erhöhter Produktivität und Sicherheit
Babybel ist auch in den USA sehr beliebt. Entsprechend wurde das jüngste und modernste Produktionswerk für den Mini-Käse in South Dakota hochgezogen. Bei der technischen Ausstattung wurde viel Wert auf moderne Standards und durchgängige Lösungen gelegt. Um in Amerika keine ungewollten Überraschungen zu erleben, begleitete Rockwell Automation das Projekt als Partner.
Mit Käsemarken wie Kiri, Leerdammer oder Babybel versorgt die Bel-Gruppe jährlich rund 400 Millionen Verbraucher in über 130 Ländern mit ihren Produkten. Auch auf dem US-amerikanischen Markt erfreuen sich die Bel-Produkte zunehmender Beliebtheit. Mit der inzwischen vierten Mini-Babybel-Fabrik in Brookings, South Dakota, soll der Nachfrage nachgekommen werden. Die neue Anlage sollte dabei nicht nur den US-amerikanischen Vorschriften genügen, sondern auch mit der neuester Technik ausgestattet werden.
Vollständige Interoperabilität
Für die Verarbeitungs-, Mechanisierungs- und Verpackungsaspekte des Projektes wurden Standardisierung, Sicherheit, Energiemanagement und Kommunikation als Hauptstrategien verfolgt. Durch die Einbettung der Integrated Architecture von Rockwell Automation in eine Ethernet/IP-Kommunikationsinfrastruktur entstand in Brookings eine intelligente, sichere und nachhaltige Anlage. Das Unternehmen profitiert von einer vollständigen Interoperabilität mit Unternehmensnetzwerken und Industrieanwendungen zur Nutzung der generierten Datenmengen, die innerhalb der gesamten Anlage anfallen und ausgetauscht werden müssen. „Das Brookings-Werk in South Dakota ist das größte Industrieprojekt unserer Unternehmensgruppe in den letzten 50 Jahren“, erläutert Christian Bagourd, technischer Leiter bei Bel. In den Bau der Produktionsanlage wurden rund 112,6Mio.? investiert. Für die technische Ausrüstung fiel die Entscheidung auf die Produkte von Rockwell Automation. „Das Unternehmen ist in den USA bekannt und es schien uns leichter, gut ausgebildete Techniker für diese Lösungen zu finden“, führt Bagourd aus. Als weiterer Vorteil sind die Rockwell-Mitarbeiter mit den neuesten amerikanischen Vorschriften und Gesetzen vertraut und können daher das Projektteam von Bel auch in diesem Punkt zur Anpassung der Verfahren beraten.
Abenteuer Amerika
Das Abenteuer Amerika ist eine neue Herausforderung für Bel. Daher setzte das Unternehmen für das Projekt einen gesonderten Lenkungsausschuss ein, bestehend aus Technikern von Bel, von Rockwell Automation und Vertriebsrepräsentanten aus South Dakota sowie Frankreich und anderen europäischen Ländern. Rockwell Automation unterstützte darüber hinaus auch etliche Hauptzulieferer aus den Bereichen Verarbeitung, Mechanisierung und Verpackung durch ein Supportprogramm. Bei acht Maschinenbauern aus Frankreich und anderen europäischen Ländern wurden Schulungen durchgeführt, um diese bei ihren Entwicklungen zu unterstützen und gleichzeitig die von Bel vorgegebenen Hardware- und Software-Anforderungen einzuhalten. Der Lenkungsausschuss betreute außerdem die diversen für die USA erforderlichen Zertifizierungsverfahren, etwa gemäß der UL-Sicherheitsvorgaben für Elektroartikel oder der Lebensmittelstandards nach 3A und PMO.

















