Steuerungsserie Melsec L
Mit der L-Serie präsentiert Mitsubishi eine leistungsstarke aber kompakte modulare Steuerung, die eine Vielzahl von Funktionen bereits standardmäßig in der CPU integriert hat. Mit ihrem Kosten/Nutzen-Verhältnis und der hohen Benutzerfreundlichkeit ist sie für mittlere Steuerungsanwendungen ausgelegt. Das Konzept der L-Serie, dass ohne Baugruppenträger auskommt, sorgt für eine hohe Systemflexibilität bei wenig Platzbedarf. Die Single-CPU-Architektur beinhaltet eine integrierte Ethernet- und Mini-USB-Schnittstelle, einen SD-/SDHC-Speicherkarten-Steckplatz für Programmspeicher und Datenprotokollierung und 24 digitale E/As für einfache, schnelle Zähl- und Positionieraufgaben. Diese E/As bieten eine Reihe von Funktionen, für die in der Regel separate Module erforderlich sind. Für eine Vielzahl von Anwendungen lassen sich so Hardware-Kosten sinnvoll einsparen. Die Konfiguration der integrierten E/As erfolgt über Parameter mithilfe der Standard-Programmierwerkzeuge. Neben den bereits integrierten Funktionen kann die CPU um bis zu zehn Erweiterungs- und Sondermodule für zusätzliche digitale und analoge E/As, schnelle Zähler, Kommunikationsschnittstellen, Simple Motion oder Positionierung ergänzt werden. Die kompakte Größe, einfache Erweiterbarkeit, Netzwerkfähigkeit und die Vielzahl von integrierten Hochleistungsfunktionen machen die L-Serie nicht nur für autarke Maschinen, sondern auch für vernetzte Stationen in größeren Anwendungen interessant.
Positionierung
Die integrierte Positionierfunktion verfügt über eine Startzeit von gerade einmal 30s mit einer maximalen Hochgeschwindigkeitsausgabe von 200.000 Impulsen/s. Bei Anwendungen, bei denen keine starken Vibrationen entstehen dürfen, ist darüber hinaus auch eine S-förmige Beschleunigung und Verzögerung möglich. Für die High-Speed-Zählfunktion stehen zwei Kanäle zur Verfügung. Der Differential-Treiber-Eingang unterstützt Zählgeschwindigkeiten von bis zu 200.000 Impulsen/s. Die integrierte Datalogging-Funktion bietet die Möglichkeit, Informationen für Fehlerbereinigung, Leistungsbewertung und andere Zwecke zu sammeln. Mit einem einfach zu handhabenden Konfigurations-Tool können alle Datalogging-Funktionen Schritt für Schritt eingestellt werden. Das Programm GX LogViewer ermöglicht es, die erfassten Daten leicht verständlich auszuwerten.
USB und Ethernet als Standard
Sowohl eine USB2.0- als auch die Ethernet-Schnittstelle können direkt am Installationsort der SPS genutzt werden. Die Ethernet-Schnittstelle ermöglicht den direkten Anschluss entweder mit gekreuztem oder ungekreuztem LAN-Kabel und erfordert keine Konfiguration der SPS oder des angeschlossenen PCs. Alle CPUs, die mit dem gleichen Hub verbunden sind, können erkannt und in einer Liste angezeigt werden. Durch die Wahl einer bestimmten CPU aus der Liste kann diese dann parametriert werden, selbst wenn die IP-Adresse unbekannt ist. Mit einer SD/SDHC-kompatiblen Speicherkarte lassen sich schnell und einfach Sicherheitskopien von CPU-Programmen und Parametern erstellen. Diese können dann ebenso leicht wieder aufgespielt oder dazu verwendet werden, andere CPUs zu programmieren. Die Speicherkarte dient auch der Speicherung der mittels Datalogging-Funktion erfassten Daten.
















