Neue Technologien

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Mehr Funktionalität
für Schienenfahrzeuge

Die Zulieferindustrie für den Schienenverkehr wächst kontinuierlich. Der Markt für intelligente Eisenbahnen wächst noch schneller: Er soll etwa 15% jährlich zulegen, bis auf 39,2 Millionen Dollar im Jahr 2018. Ein Grund dafür ist, dass die Betreiber zunehmend neue Informations- und Kommunikationstechnik einsetzen.
Die Transportbranche steht weltweit Herausforderungen gegenüber, darunter die steigende Nachfrage und Staus, die Sicherstellung der Energieversorgung und der Klimawandel. Diese anzunehmen bedeutet für den Schienenverkehr in den nächsten Jahrzehnten einen größeren Anteil des Gesamtbedarfs zu decken. Die Branche richtet sich darauf ein: Das Shift2rail-Programm der UNIFE zielt darauf ab, die Lebenszykluskosten des Schienenverkehrs zu senken, die Kapazität zu verdoppeln und die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit um über 50% zu verbessern. Um solch hohen Ziele zu erreichen, muss sich die Branche auf drei Kernbereiche konzentrieren: Verbesserung der Fahrgastzufriedenheit, Optimierung der Betriebseffizienz und Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen.

  • • Verbesserung der Fahrgastzufriedenheit: Die Fahrgastzufriedenheit mit Zügen und Bahnhofsinfrastrukturen zu verbessern ist eine grundlegende Anforderung an Betreiber. Neue Technologien helfen dabei, indem sie nützliche Informationsdienste bereit stellen, wie Fahrplan- und Transitinformationen, Zugstandorte und Wetterberichte. Fahrgast-Wi-Fi und Unterhaltungsprogramme an Bord sind für Fahrgäste auf der Reise ebenso wichtig.
  • • Optimierung der Betriebseffizienz: Die Ziele lauten Reduzierung des Wartungsaufwands, Vermeidung von Unterbrechungen durch Service-Arbeiten und Erhöhung der Flexibilität, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden. Auch hier sind neue Technologien der Schlüssel: Situationsabhängige Überwachungssysteme geben detaillierte Statusinformationen über Geräte und Anlagen, sodass eine vorausschauende Wartung durchgeführt werden kann. Mit neuen Kommunikations- und Signalsystemen werden Intervalle zwischen Zügen sicher reduziert, um die Kapazität und die Nutzung der bestehenden Infrastruktur zu steigern.
  • • Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen: Die Energieeffizienz zu verbessern ist für Betreiber der wichtigste Schritt zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Strategien dafür sind der Wechsel von Diesel- zu Elektroloks, die vollständige Stromabschaltung, wenn der Zug nicht genutzt wird und die Überwachung des Fahrerverhaltens, um unnötige Beschleunigung zu vermeiden.

Ersetzen oder generalüberholen?

Es ist eine ständige Diskussionsquelle in der Branche – ob ältere Schienenfahrzeuge ersetzt oder neu ausgestattet werden sollen und wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Nach 15 Jahren, nach 20 oder noch später? Die wichtigsten Kriterien für die Entscheidungsfindung sind:

  • • Sicherheit und Signalgebung: Es gibt aktuell zahlreiche neue Signalgebungssysteme im Markt. ERTMS scheint bereit dafür zu sein, ein globaler Standard für Bord- und Streckensignalgebung für Pendler- und Lokalzüge zu werden. Für U-Bahnsysteme ist CBTC ein weiterer beliebter Ansatz für die Steuerung.
  • • Bordsteuerungssysteme: Was, wenn das aktuelle TCMS (Train Control and Management System) die Anforderungen nicht erfüllen kann? Üblicherweise wird das TCMS vom Zughersteller ausgewählt und installiert. Zum Ersetzen oder Aktualisieren sollte man daher den ursprünglichen Hersteller oder Systemintegrator konsultieren, der Erfahrung mit dem Generalüberholen hat.

Die Servicefähigkeit verbessern

Verbesserungen der Servicefähigkeit lassen sich gemeinhin in zwei Bereiche aufteilen: Fahrgast-bezogen und Betreiber-bezogen.

  • • Für Fahrgäste: Zur Verbesserung des Fahrgastkomforts zählen Wi-Fi, Unterhaltungssysteme, Fahrgastinformationssysteme und Bord-CCTV. Glücklicherweise können sie alle unabhängig von bestehenden Bordsteuerungssystemen installiert werden.
  • • Für Zugbetreiber: Ein situationsabhängiges Überwachungssystem verbessert die Wartungsmöglichkeiten drastisch. Durch neue Möglichkeiten wie Ethernet, 3G, LTE, und Computer-basierte Controller kennen Zugbetreiber jedes Detail eines Zugstatus zu jeder Zeit, und lange, bevor der Zug das Depot erreicht.

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Moxa Europe GmbH
www.moxa.com

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