Zehn Bausteine – zwei Gruppen

Die derzeit verfügbaren zehn Bausteine lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: RZ/T1-R und RZ/T1. Sie unterscheiden sich dahingehend, dass die R-Variante die bereits bekannte Multi-Protokoll-Engine R-IN32 mit ARM Cortex-M3 und einem Hardware-RTOS beinhaltet. Sie unterstützt Protokolle wie Ethercat, Ethernet/IP, Profinet RT und Standard TCP/IP. Um den Anforderungen im Hinblick auf Zuverlässigkeit und Safety in der Automatisierung zu entsprechen, sind On-Chip RAM und alle TCMs mit Error-Correcting Code (ECC) ausgestattet. Die Bausteine enthalten Renesas-Timer, wie MTU3a und GPT, die zur Erzeugung symmetrischer oder asymmetrischer PWM-Signale dienen. Diese IPs sind den RX64M-Produkten entliehen und den Anwendern von Renesas bekannt. Mittels des Sigma-Delta-Demodulators/Filters kann eine Isolierung bei der Messung von Feedback-Signalen erreicht werden. Der RZ/T1 mit speziellen für die Motorsteuerung implementierten Encoder-Interfaces erlaubt es, einen Motion Control Feedback Loop aufzubauen. Er ermöglicht eine präzise Rückführung der Motordaten, wie z. B. Geschwindigkeit und Position. Hierbei unterstützt Renesas sowohl proprietäre als auch nicht proprietäre Kommunikationsprotokolle wie EnDat und BiSS. Diese bidirektionalen Interfaces erlauben die Erfassung von inkrementellen als auch absolut arbeitenden Encodern und sind traditionell immer noch in einem separaten FPGA oder ASIC implementiert. Die RZ/T1-Baustein-Familie von Renesas ist mit der Rechenleistung und Echtzeitfähigkeit ausgestattet, um komplexe Regelschleifen der Antriebstechnik zu steuern, die Netzwerkkommunikation sicherzustellen und die schnellen Encoder-Interfaces zu bedienen. Für die Antriebstechnik in der industriellen Automatisierung bietet der RZ/T1 von Renesas somit eine passende Lösung in einem Baustein.