Montage im Fluss

Systemlösung mit fünf Scara-Robotern

Montage im Fluss

Längentransfersysteme sind für die Montage und
Prüfung von unterschiedlichen Produktgruppen geeignet, da sie platzsparend und modular aufgebaut sind.
In einem Projekt von Fischer Sondermaschinenbau
sollten nicht nur viele Einzelteile innerhalb kurzer Zeit montiert werden, anschließend sollte eine Prüfstation noch zu 100 Prozent prüfen und nach Fehlermerkmalen
sortieren. Ein Längentransfersystem mit fünf Scara-
Robotern konnte diesen Anforderungen gerecht werden.
In einem Projekt von Fischer Sondermaschinenbau ging es darum, elf Einzelteile innerhalb kurzer Zeit durchgängig zu montieren. Darüber hinaus sollte eine nachgelagerte Prüfstation das Produkt zu 100 Prozent prüfen und nach möglichen Fehlermerkmalen sortieren. Die montierten Teile sollten im Anschluss in unterschiedlichen Produktgruppen verarbeitet werden.

Längstransfersysteme versus Rundtransfersystem

Die hohe Fertigungstiefe sowie die Anforderungen an Fläche, Materialfluss und Zugänglichkeit sprachen für ein Längstransfersystem. Der Sondermaschinenbauer Fischer Innomation hatte bereits aus den Erfahrungen vergangener Jahre heraus ein eigenes Längstransfersystem entwickelt. Es zeichnet sich durch einen robusten Aufbau sowie eine hohe Flexibilität aus und kann individuell auf verschiedene Anforderungen konfiguriert und eingesetzt werden. Die Gründe, die für ein Längstransfersystem sprachen, lagen klar auf der Hand: Die Montagesysteme sind platzsparend und modular, können also prozessorientiert je nach Bedarf auf- oder umgestellt werden und lassen sich beliebig erweitern. Material und Prozess sind klar getrennt – in jedem Segment können eigenständige Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt werden. Darüber hinaus können einzelne Fertigungsschritte innerhalb eines Längstransfersystems flexibel aneinandergereiht werden und bieten so eine gute Flächennutzung. Auch in der Instandhaltung haben die Montagesysteme Vorteile: Wartungsmaßnahmen sind einfach durchzuführen, weil Anlagenbetreuer in jede Stelle des Montageprozesses eingreifen können, da alle Prozessschritte gut erreichbar sind.

Scara-Roboter im Montagesystem

Das Unternehmen startete mit der Planung und der Konzeption und baute die Anlage in den eigenen Räumen auf. Aufgrund des langen Lebenszyklus bot sich eine hochautomatisierte Systemlösung an, die von einer Person bedient werden kann. Die erste Inbetriebnahme verlief erfolgversprechend: „Die Anlage produziert kontinuierlich ohne Probleme“, stellt Andreas Gebele, Vertriebsmitarbeiter bei Fischer Innomation, fest. Der Automat montiert elf Einzelteile in 8s und fertigt ungefähr zwei Millionen Teile pro Jahr. Fünf Robotersysteme des Typs Scara von Epson sind im Montagesystem verbaut, die die Einzelteile fügen und verrasten. Fett wird automatisch dosiert und appliziert. Die O-Ring-Montage erfolgt ebenfalls automatisiert wie auch das Schrauben. Die Autonomie der Anlage beträgt 4,5h. In der Anlage findet eine vollständige Prozessüberwachung der einzelnen Montageschritte statt. Diese werden über unterschiedliche Sensorik und drei integrierte Bildverarbeitungssysteme überwacht. Die Ergebnisse werden gespeichert und über eine Schnittstelle an ein Leitrechnersystem übertragen. Zusätzliche Add-Ins wie z.B.Verschleißzähler überwachen die Funktion der Anlage. Um im Falle eines Falles schnell reagieren zu können, wurde ein Fernwartungssystem integriert.

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fischerwerke GmbH & Co. KG
www.fischer.de

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