Kompakte Bauform

Kompakte Bauform

Advanced Controller für den wirtschaftlichen Einsatz in
Maschinen und Anlagen

Als Komplettpaket mit On-Board-Peripherie bezeichnet Siemens seine neue Generation der Kompaktsteuerungen. Damit vervollständigt das Unternehmen sein Steuerungsportfolio. Der größte Vorteil dabei: Die Hardware lässt sich flexibel an den jeweiligen Bedarf anpassen, das Engineering erfolgt auf einer gemeinsamen Plattform.
Siemens will seine Steuerungsstrategie auf ein durchgängiges skalierbares Portfolio ausrichten. Der jüngste Generationswechsel wurde im Jahr 2012 eingeläutet, als die erste Simatic S7-1500 auf den Markt kam und damit sukzessive die Steuerungen Simatic S7-300 und S7-400 ablöste. Zur Hannover Messe wurden nun die Kompaktsteuerungen Simatic CPU 1511C und CPU 1512C vorgestellt. Sie komplettieren das Angebotsspektrum und ermöglichen den Generationswechsel auch für Anwender der Kompaktsteuerungen. Die neuen Kompaktsteuerungen besitzen die gleichen Systemeigenschaften wie die gesamte S7-1500-Familie bezüglich Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit, Funktionsumfang und Engineering. Argumente für den Einsatz der Kompaktsteuerungen sind der reduzierte Platzbedarf im Schaltschrank und ein Preisvorteil gegenüber einer vergleichbaren Steuerungslösung im modularen Aufbau. Mit einer Bit-Performance von 48ns (CPU 1512C) und dem Rückwandbus der S7-1500 arbeiten die neuen Geräte deutlich schneller als die bisherigen Kompaktsteuerungen der Baureihe S7-300C. Mit einer Baubreite von 85mm (110mm bei CPU 1512C) und einer Höhe von 147mm ist die S7-1511C die kompakteste Steuerung in der Advanced-Controller-Familie und spart Platz im Schaltschrank. Die S7-1511C besitzt standardmäßig 16 digitale Eingänge und 16 digitale Ausgänge (jeweils 32 bei CPU 1512C) sowie fünf analoge Eingänge und zwei analoge Ausgänge. Die kompakten Controller können mit den 25mm breiten Ein- und Ausgabemodulen erweitert werden, so dass im Schaltschrank die Automatisierungslösung platzsparend aufgebaut werden kann.

Wirtschaftliche Kompaktsteuerung

In die Steuerung integriert sind zusätzliche Funktionen, die zum Beispiel das genaue Auswerten von inkrementellen Encodern, Frequenzzählungen und das schnelle Erfassen von Prozessereignissen bis zu 100kHz ermöglichen. Dies ist gegenüber den bisherigen Kompaktsteuerungen der Baureihe S7-300C eine Leistungssteigerung bis zum zehnfachen Wert je nach Ausführungsvariante. Dabei unterstützen die sechs Highspeed-Counter-Eingänge die Spuren A, AB und ABN. Zählen, Messen und Positionieren sind ebenfalls möglich. Mit der Grundausstattung der Kompaktsteuerungen lassen sich also viele Projekte ohne zusätzliche Erweiterungsmodule – und ohne zusätzliche Kosten – realisieren. Im günstigsten Fall ist für Projekte, in denen alle digitalen und analogen Eingangs- und Ausgangsmodule sowie die technologischen Funktionen Zählen, Messen und Positionieren der Kompaktsteuerung genutzt werden, ein signifikanter Preisvorteil gegenüber dem modularen Aufbau möglich.

Einbaufertige Einheiten – einfach skalierbar

Durch die Markteinführung der neuen Kompaktsteuerungen CPU 1511C und CPU 1512C ist die gesamte Bandbreite für die Fertigungsautomatisierung der Steuerungsfamilie S7-300 nun in der neuen Gerätegeneration S7-1500 vollständig abgedeckt. Darüber hinaus vereint die neue Steuerung die Vorteile des kompakten Aufbaus mit denen eines modular erweiterbaren Systems. Denn auch die beiden Kompaktsteuerungen sind im Grunde ein skalierbares System, das mit bis zu 30 Signalbaugruppen erweitert werden kann. Diese Erweiterungsmodule sind mit 25 und 35mm Baubreite die gleichen wie bei den modular aufgebauten Steuerungen der neuen Baureihe, was in punkto Engineering, Handhabung und Ersatzteilhaltung eine erhebliche Erleichterung bedeutet. Beispiel: Bei der Installation profitieren Anwender gleichermaßen von den Vorteilen des Frontsteckers, der viel Platz für das Anklemmen der Leitungen schafft und bei der Lieferung der Kompaktsteuerung mit dabei ist. Komfortabel in der Handhabung sind die neuen Geräte schon aufgrund ihres Aufbaus. Zum Beispiel besitzen sie im Vergleich zu den bisherigen Kompaktsteuerungen ein Gerätedisplay, an dem sich sowohl Status- als auch Diagnosemeldungen ablesen lassen. Durch die integrierte Systemdiagnose wird auch der Grund einer Störung sofort lokalisiert, was Inbetriebnahme und Serviceeinsätze beschleunigt. Kommunikationstechnisch angeschlossen werden die Geräte über eine Profinet-Schnittstelle mit zwei Ports, so dass z.B. die HMI-Visualisierung ohne zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen erfolgen kann.

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Siemens AG
www.siemens.de

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