Explosionsschutz für die Holzpelletproduktion

Auf keinen Fall den großen Knall

Die Energiewende ist in vollem Gange und damit die Wiederentdeckung regenerativer Energieträger: 17,4 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs wurden im Jahr 2019 aus erneuerbaren Energien gedeckt, das teilt das Umweltbundesamt mit. Bei der Wärmeversorgung aus Erneuerbaren kommt fester Biomasse, also Holz, der größte Anteil zu. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der holzverarbeitenden Industrie wider. Die Produktion klimafreundlicher Holzpellets erfordert jedoch besondere Vorkehrungen, denn Holzstäube sind leicht entzündlich. Für die Sicherheit von Menschen und Betriebsanlagen empfiehlt sich deshalb die Zusammenarbeit mit Komplettanbietern nachhaltiger Explosionsschutzsysteme.
 Pellet Cooler mit flammenloser Druckentlastung: Bei Anlagen zur Holzpelletproduktion sind in der Regel Ventile zur flammenlosen Explosionsdruckentlastung das kosteneffiziente Mittel der Wahl.
Pellet Cooler mit flammenloser Druckentlastung: Bei Anlagen zur Holzpelletproduktion sind in der Regel Ventile zur flammenlosen Explosionsdruckentlastung das kosteneffiziente Mittel der Wahl. Bild: IEP Technologies GmbH

Ungeplante Explosionsereignisse bedeuten immer eine Gefahr für Menschen, Prozessanlagen und die Umwelt. Zudem führen sie in der Regel zu langen Stillstandszeiten, die sich negativ auf den unternehmerischen Erfolg auswirken. Aufgrund der speziellen Eigenschaften des zu verarbeitenden Materials ist es für jeden Produzenten von Holzwerk- oder -brennstoffen unerlässlich, eine adäquate Explosionsschutzlösung zu implementieren. So lassen sich Risiken minimieren und die kontinuierliche Produktion gewährleisten.

 Die Produktion klimafreundlicher Holzpellets erfordert besondere Vorkehrungen, denn Holzstäube sind leicht entzündlich.
Die Produktion klimafreundlicher Holzpellets erfordert besondere Vorkehrungen, denn Holzstäube sind leicht entzündlich.Bild: IEP Technologies GmbH

Holzstaub mit starkem Zündwillen

Bei bestimmten Produktionsschritten in holzverarbeitenden Betrieben und insbesondere bei der Herstellung von Holzpellets sind gefährliche Mengen an Holzstaub beteiligt. Vielfach sind sie abrasiv und neigen in bestimmten Verfahrensabschnitten zum Verkleben sowie zu Anbackungen. Da die beteiligten Stäube je nach Holzsorte und Feuchtigkeitsgehalt extrem zündwillig sein können, sind Holzstaubexplosionen keine Seltenheit. Darüber hinaus können hohe Prozesstemperaturen und -bedingungen eine Herausforderung für das Equipment sein. Aufgrund der guten Zündfähigkeit und Brennbarkeit der verarbeiteten Materialien sowie der Prozessbedingungen ist das Explosionspotenzial bei der Herstellung von Biomasse aus Holz somit ungleich höher als in vielen anderen Industrien.

 Bei bestimmten Produktionsschritten in holzverarbeitenden Betrieben und insbesondere bei der Herstellung von Holzpellets entstehen gefährliche Mengen an Holzstaub.
Bei bestimmten Produktionsschritten in holzverarbeitenden Betrieben und insbesondere bei der Herstellung von Holzpellets entstehen gefährliche Mengen an Holzstaub.Bild: IEP Technologies GmbH

Explosionsschutz bei der Holzpelletproduktion

Bei der Herstellung von Holzpellets für die spätere Bioenergienutzung steht der Großteil der gefährdeten Anlagenabschnitte innerhalb von Gebäuden. Ein Komplettanbieter für Präventions- und Explosionsschutzlösungen, wie etwa die IEP Technologies, kann dafür problemlos ein individuell maßgeschneidertes System konzipieren und alle passenden Komponenten zur Verfügung stellen: vom Präventionssystem über passiven und aktiven Explosionsschutz bis hin zu Entkopplungslösungen. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit mit einem Komplettanbieter ist, dass alle Komponenten systemisch abgestimmt sind und so bestmöglichen Schutz für Menschen und Betriebsanlagen bei möglichst niedrigen Investitionskosten bieten.

Prävention gegen Funkenübersprung

Der erste Schritt ist auch beim Explosionsschutz die Vorbeugung. Zur Explosions-Prävention eignen sich Funkendetektions- und Löschsysteme. State-of-the-art Funkendetektoren können Zündquellen wie Funken sowie Partikel mit heißen Oberflächen erkennen. Löst der Detektor aus, setzt sich automatisch eine Prozesskette in Gang: Innerhalb von Millisekunden löscht die Löscheinheit die Funken oder glimmende Partikel mit in geringer Menge versprühtem Wassernebel. Filter und andere Produktionsmaschinen werden auf diese Weise nur geringfügig beeinträchtigt. Nachdem die Gefahr beseitigt ist, stoppt eine Automatik in Sekundenbruchteilen den Löschvorgang und das System ist bereit für den nächsten präventiven Einsatz.

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