Cloud-basierte Fernwartung

Cloud-basierte Fernwartung

So funktioniert
Fernwartung mit VPN

Fernwartung, oder die Bereitstellung des Fernzugriffs auf Maschinen und Anlagen, ist heute ein wichtiger Servicebestandteil, den Maschinen- und Anlagenbauer ihren Kunden bieten sollten. Für diese Anforderung gibt es vielfältige Lösungen, allerdings sind diese nicht immer auf dem aktuellen Stand der Technik.
Früher gab es begrenzte Möglichkeiten für den weltweiten Zugriff auf Maschinen und die Modemkommunikation über das öffentliche Telefonnetz war die vorherrschende Lösung. Dabei ist der Datendurchsatz jedoch sehr begrenzt. Außerdem wird es immer schwieriger einen PSTN- oder ISDN-Anschluss vor Ort, z.B. in den Produktions- bzw. Fertigungshallen, zu bekommen.

Virtuelle private Netze

An vielen Standorten ist mittlerweile der DSL-Anschluss oder das Mobilfunknetz verfügbar. Somit kommt auch das Internet für den Fernzugriff in Frage. Natürlich darf auch hier die vielzitierte Sicherheit nicht zu kurz kommen. Eine sehr praktikable Lösung bieten sogenannte virtuelle private Netzwerke, kurz VPN. Sie schützen zuverlässig vor unerlaubten Zugriffen auf die sensiblen Daten, die über das Internet transportiert werden. Es gibt unterschiedliche Arten von VPN-Verbindungsstandards und viele Anwender setzen auf individuelle Lösungen. Für den Maschinenbauer bedeutet dies, dass er unter Umständen mehrere VPN-Programme gleichzeitig auf seinen PCs installieren muss, was zu einer erhöhten Komplexität der Anlagenintegration führt. Mit VPN-Verbindungen über das Internet lassen sich neue und weiterentwickelte Möglichkeiten der Anlagendiagnose vor Ort erschließen. VPN bietet eine Kombination aus Verschlüsselungs- und Tunnel-Funktionen. Die Daten gehen in gekapselten IP-Paketen auf die Reise durch das Internet. Wenn der eine Teilnehmer (Absender) Daten verschicken möchte, werden die Originaldaten verschlüsselt und in ein komplett neues IP-Paket verpackt. Der Empfänger entpackt die Daten, entschlüsselt diese und sendet das Originalpaket durch das Empfängernetzwerk. Auf diese Weise bleibt der Ursprung der Nachricht unverfälscht erhalten.

Network-Layer-VPN

Network-Layer-VPN bieten permanenten externen Zugriff auf Netzwerke über das Internet, quasi so, als ob sie intern im LAN verbunden wären. Dies ist mitunter die beste Lösung für geografisch weit verteilte Benutzer. Hierbei obliegen die Festlegungen und auch die Durchführung den Sicherheitsrichtlinien der IT-Abteilungen der beteiligten Unternehmen. Diese legen auf beiden Seiten des Internetzugangs die Sicherheitsanforderungen fest. In der Branche bedeutet dies, dass der Maschinenbauer auch die Sicherheitsfunktionen bei seinem Kunden kontrollieren und die Einstellungen vorgeben müsste. Das ist natürlich nicht so einfach umsetzbar, da sich die IT des Kunden nicht so ohne Weiteres auf externe (An-)Forderungen einlässt und am liebsten an etablierten Sicherheitseinstellungen festhält. Es ergibt sich das Problem, dass zwei Stellen gleichzeitig an einer Sicherheitsbrücke arbeiten müssen. Zugriffsrechte müssen dadurch zwangsweise eingeschränkt und oft aufwendig verwaltet werden. Da der Maschinenbauer sich hierbei auch immer wieder neu an die individuellen Vorschriften und Regelungen eines jeden Kunden halten muss, ist der Installations- und Pflegeaufwand des Maschinenbauers beträchtlich. Schnell stehen dann Kosten und Nutzen nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis. Ein typisches Beispiel für ein Network-Layer-VPN ist das IPsec-Protokoll.