VDW-Symposium in Kuala Lumpur

Im Anschluss an die Firmenvorträge nutzten viele der 110 malaysischen Teilnehmer die Chance zum bilateralen Gespräch mit den Firmenvertretern.
Im Anschluss an die Firmenvorträge nutzten viele der 110 malaysischen Teilnehmer die Chance zum bilateralen Gespräch mit den Firmenvertretern.Bild: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.

Mit dem Symposium ‚Innovationen in der Produktionstechnik – Werkzeugmaschinen aus Deutschland‘ bot der VDW am 10. Juli in Kuala Lumpur seinen Mitgliedern eine Möglichkeit, in dem umkämpften Wachstumsmarkt der ASEAN-Region besser Fuß zu fassen. „Der malaysische Werkzeugmaschinenmarkt hat ein Potenzial von mehr als 700Mio.€. Bislang hat Deutschland einen Anteil um die 8% an den Einfuhren. Da ist noch viel Luft nach oben“, sagt Klaus-Peter Kuhnmünch, beim VDW zuständig für die Organisation der Auslandssymposien.

Malaysia ist der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Produktionstechnik in der Asean-Region. Die Regierung will, dem Beispiel China folgend, mehr Wertschöpfung im eigenen Lande aufbauen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. In der Luft- und Raumfahrt, Elektronik und Elektrotechnik sowie der Medizintechnik und den Zulieferern in diese Bereiche werden steigende Investitionen erwartet. Acht deutsche Hightech-Unternehmen nutzten das VDW-Symposium, um ihre Chancen in dem südostasiatischen Markt vor insgesamt 110 malaysischen Fachbesuchern auszuloten. Das waren DMG Mori, Chiron, Grob, Hermle, Index, Open Mind Technologies, Schütte und United Grinding, die darüber hinaus parallel zu den Vorträgen an 48 B2B-Meetings teilnahmen.

Sie alle wollen neue Standbeine in Asien aufbauen. Carl Martin Welcker, Geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte Werkzeugmaschinenfabrik, Köln, sagt: „Wir sehen das Potenzial in Asien und müssen Malaysia als hervorragenden Standort besetzen, um zu diversifizieren. Der Markt ist von asiatischer Seite hart umkämpft.“ Tara Meite, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutsch-Malaysische Industrie- und Handelskammer in Kuala Lumpur wirbt für ein Engagement im Land: „Die malaysische Industrie hat gut ausgebildete Fachkräfte. Diese können zügig für die Bedarfe deutscher Unternehmen umgeschult und eingesetzt werden.“

2023 wurden aus Deutschland nach Malaysia Maschinen im Wert von 42Mio.€ exportiert. Besonders gefragt sind Maschinen für umfangreiche und spezielle Anwendungen, die von keinem anderen Lieferanten erhältlich sind. „Dies gilt z.B. für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie“, berichtet Oliver Prpic, Geschäftsführer Hermle SEA Thailand. Roland Merz, Sales Manager Asia, Chiron Group, weiß darüber hinaus: „Die malaysischen Kunden schätzen an deutschen Werkzeugmaschinen die hohe Präzision, die Zuverlässigkeit sowie Sonderlösungen. Der höhere Preis im Vergleich zu den asiatischen Anbietern steht dem keineswegs im Wege.“

Der VDW erwartet, dass die Werkzeugmaschinennachfrage in Malaysia weiter steigen wird.