Studie legt Defizite bei Unternehmenswebsites im Maschinenbau offen

Die Unternehmenswebsites der deutschem Maschinen- und Anlagenbauer schnitten in einer Studie der
Stuttgarter Digitalagentur „anders und sehr“ lediglich im Bereich Personalrecruiting mit 83 von 100 möglichen
Punkten überdurchschnittlich gut ab. In allen anderen Bereichen gibt es noch reichlich Verbesserungspotenzial
Die Unternehmenswebsites der deutschem Maschinen- und Anlagenbauer schnitten in einer Studie der Stuttgarter Digitalagentur „anders und sehr“ lediglich im Bereich Personalrecruiting mit 83 von 100 möglichen Punkten überdurchschnittlich gut ab. In allen anderen Bereichen gibt es noch reichlich VerbesserungspotenzialBild: Anders und Sehr GmbH

Wie präsentieren sich Maschinenbau-Unternehmen auf ihren Websites und Unternehmensportalen? Das hat die Stuttgarter Digitalagentur Anders und Sehr untersucht. Das Ergebnis: Während die Karriere- und Recruitingbereiche kaum Wünsche offenlassen, gibt es in den anderen fünf untersuchten Kategorien erhebliche Defizite.

In jeder Kategorie wurden bis zu 100 Punkte vergeben, der Durchschnittswert aller untersuchten Digitalplattformen bestimmte den so genannten Reifegrad. Dessen Ausprägung war in den Karrierebereichen der Unternehmensportale mit durchschnittlich 83 Punkten am höchsten. In allen anderen Bereichen dagegen sieht die Studie noch reichlich Optimierungspotenzial. Dies gilt insbesondere für die Informations- und Kommunikationsstrategien der Websites (27/100) sowie für deren Nutzung in den Bereichen Vertrieb und Produktion (17/00). Die Kategorien Tracking und Controlling (durchschnittlich 50 von 100 Punkten) sowie technische Umsetzung (40/100) schnitten mittelmäßig ab.

Reine Image-Website genügt nicht mehr

„Das ist ein Ergebnis, das viele Fragen aufwirft, zumal die Unternehmensplattformen im B2B-Geschäft schon heute erste und wichtigste Anlaufstelle sind“, konstatiert Javier Salas, Geschäftsführer von „anders und sehr“. Wer also kein zeitgemäßes und gut auffindbares Online-Angebot bietet, ist auch im B2B-Geschäft schnell aus dem Rennen. „Eine reine Image-Website, die lediglich als digitale Visitenkarte fungiert, reicht schon lange nicht mehr aus“, stellt Salas fest.

Auffindbarkeit: nur mittelmäßiger Sichtbarkeitsindex

Zumindest scheitert die Kontaktaufnahme bei den meisten Unternehmen nicht an deren Auffindbarkeit. 58% haben laut der Studie einen mittelmäßigen ‚Sichtbarkeitsindex‘, 32% landen im Suchmaschinenranking sogar auf den vorderen Plätzen, obgleich kaum ein Unternehmen alle zur Verfügung stehenden Instrumente (SEA, SEO, Social-Media-Marketing) nutzt.

Karrierecenter und Recruitingtools haben bei ‚Anders und Sehr‘ den mit Abstand besten Eindruck hinterlassen. „Ein strategisch geschickt gestalteter Karrierebereich präsentiert das jeweilige Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Digitalplattform potenziellen Bewerbern positiv in Erinnerung bleibt“, stellen die Stuttgarter fest. Folgerichtig haben 163 von 165 überprüften Unternehmen einen eigenen Karrierebereich in ihre Website implementiert. Immerhin 79% bieten eine Eingabemaske für Online-Bewerbungen an. Zwei Drittel der Unternehmen präsentierten sich mithilfe von Blogs oder Mitarbeiter-Stories, 42% setzten zusätzlich zu Text und Bild sogar Videos ein.

Größter Nachholbedarf im Bereich E-Commerce

Den größten Nachholbedarf hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Bereich E-Commerce. „Mit nur 17 von 100 Punkten weisen die Digitalplattformen in der Kategorie Vertrieb den niedrigsten Reifegrad der gesamten Analyse auf“, so das Ergebnis der Studie. Dabei finden sowohl Recherche und Beratung als auch die Einkäufe selbst immer häufiger online statt. Auf den Websites der Maschinenbauer fand ‚Anders und Sehr‘ dagegen nur in wenigen Fällen digitale Vertriebsassistenten, wie sie beispielsweise in der Automobilindustrie schon lange üblich sind. Immerhin jede vierte untersuchte Website verfügte über einen Online-Shop. Produktfinder sind allerdings eher die Ausnahme und Produktkonfiguratoren, mit denen sich Maschinen und Anlagen individuell zusammenstellen lassen, waren nur auf 6% der Unternehmenswebsites auffindbar.

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