Simulation Day 2020

Simulation zum Anfassen

Am 24. September fand der 4. Simulation Day bei Machineering statt. Aufgrund der im Vorfeld steigenden Covid19-Zahlen in München wurde das Event quasi in letzter Minute als digitale Konferenz veranstaltet. Nichtsdestotrotz informierten sich die Teilnehmer in direktem Austausch mit den Simulationsexperten des Anbieters über die neuesten Lösungen und Entwicklungen der Software IndustrialPhysics. Und nicht nur das: In digitalen Workshops bzw. Hands-on-Kursen konnten sie interaktiv in die Welt der virtuellen Inbetriebnahme und des digitalen Zwillings eintauchen.
Bild: TeDo Verlag GmbH

Die Software IndustrialPhysics ist als bereichsübergreifende Simulationsplattform konzipiert, die das parallele Arbeiten in allen verschiedenen Disziplinen des Engineerings ermöglicht. Änderungen können auf diese Weise sofort auf ihre Machbarkeit verifiziert werden. Dazu bettet die Software sowohl Starrkörperphysik, Sensorik und Aktorik als auch Kinematiken mit ein. Aus dem Einsatz der Software resultieren laut Anbieter messbare Vorteile, etwa bis zu 75% kürzerer Inbetriebnahmezeit und 15% kürzerer Gesamtdurchlaufzeit. Dazu kommen eine deutlich bessere Softwarequalität (+45%) und halbierte Kosten.

Hands-on-Tutorials

Nach der Begrüßung und einer allgemeinen Einführung zur Simulationssoftware von Dr. Georg Wünsch, Gründer und CTO von Machineering, bekamen die Teilnehmer des Simulation Day 2020 in Hands-on-Kursen einen echten und praxisnahen Eindruck vom Leistungsspektrum der Software IndustrialPhysics. Dabei wurden in kleinen Gruppen echte CAD-Modelle aus existierenden Projekten durchgerechnet, und zwar sowohl von den Machineering-Tutoren, als auch von den Teilnehmern selbst. Dafür hatte der Veranstalter im Vorfeld entsprechende Test-Lizenzen von IndustrialPhysics vergeben. So beschränkten sich die Workshops nicht auf das Zuschauen, sondern erlaubten es den Teilnehmern, live und direkt erste eigene Erfahrungen in Sachen Simulation zu sammeln. In diesen Live-Tutorials wurden erste Schritte durchgeführt, etwa die einzelnen Elemente in den Modellen als statisch oder dynamisch auszuzeichnen. Mit Modellierungsaufgaben, der Sequenzsteuerung oder Takt/Zeit-Diagrammen kamen die Teilnehmer ebenfalls in Berührung. Auch der Abgleich von Parametern im Simulationsprogramm und echte Steuerungscode zeigten die Referenten. Im Modell wurden also Förderbänder und Lichtschranken in Betrieb genommen, Handling-Einrichtungen sowie Roboter integriert und einfache Steuerungsprogramme aktiviert. Das ganze fand im engen und aktiven Dialog mit den Teilnehmern und ihren Fragen statt. Abschließend wurden zudem spezielle Features und Eigenschaften der Simulationsumgebung vorgeführt und erklärt.

Virtuelle Showrooms

Im weiteren Verlauf des Simulation Days gab es für die Teilnehmer die Möglichkeit, in vier virtuellen Showrooms vertiefend auf bestimmte aktuelle Trends und Aspekte aus Engineering und Simulation einzugehen. Dabei wurden etwa die bidirektionale CAD-Schnittstelle und die Komponentenbibliothek der Software, die Roboterintegration in IndustrialPhysics, die Möglichkeiten der Anbindung von Kuka.OfficeLight oder Profisafe sowie automatisiertes Testen behandelt. (mby)

Thematik: Allgemein
| News
machineering GmbH & Co. KG

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Trumpf
Bild: Trumpf
Leistung am 
laufenden Band

Leistung am laufenden Band

Sehr geringe Rüst- und Beladezeiten, bestmögliche Materialausnutzung und mehr Flexibilität bei der Entladung: Die neue Trumpf Laserblanking-Anlage verarbeitet ein kontinuierliches Blechcoil komplett automatisch bis hin zur Absortierung der fertigen Teile per Roboter. Das Projekt wurde in Rekordzeit entwickelt – auch aufgrund einer maßgeschneiderten Applikation für die Robotersteuerung auf Basis der Sinumerik One von Siemens.

Maschinenbauer erwarten Wachstum trotz steigernder Energiepreise

Maschinenbauer erwarten Wachstum trotz steigernder Energiepreise

Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau stellen sich auf spürbar härtere Wintermonate ein, können dabei aber immer noch auf Wachstum im laufenden und teilweise auch im kommenden Jahr bauen. Rund drei von vier Unternehmen erwarten im laufenden Jahr ein nominales, wenngleich vornehmlich inflationsgetriebenes Umsatzwachstum.

Bild: Sieb & Meyer AG
Bild: Sieb & Meyer AG
Ein weites Feld

Ein weites Feld

Frequenzumrichter ist nicht gleich Frequenzumrichter: Neben Standardausführungen und Modellen für mobile Applikationen stellen High-Speed-Umrichter für stationäre Applikationen eine besondere Nische dar. Genau hier positioniert sich das Unternehmen Sieb & Meyer – mit einer breiten Palette an Modellen und Ausführungen. Denn auch in diesem Bereich gilt es, auf die verschiedenen Anforderungen der jeweiligen Anwendungen einzugehen.

Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Maschinenfabrik 
Made in Stuttgart

Maschinenfabrik Made in Stuttgart

Die Stuttgarter Maschinenfabrik stellt eine vollständig digitalisierte Produktionsumgebung dar, in der vom Kunden individualisierte Produkte selbstorganisiert hergestellt werden. Dafür ist eine neue technologische Infrastruktur in Kombination mit einem durchgängigen Einsatz von digitalen Zwillingen erforderlich. Das erlaubt eine hohe Freiheit bei der Entwicklung von neuen Anwendungen und die nötige Flexibilität im Maschinenpark. Die Artikelserie soll beispielhafte Aspekte der Stuttgarter Maschinenfabrik beleuchten, um das Umsetzungsprojekt vorzustellen.