Kostendruck in produzierenden Unternehmen nimmt zu

Bild: Umfrage VDMA und Roland Berger

Der Druck auf die Produktionskosten wird im gesamten Maschinen- und Anlagenbau aus Sicht von 64% der befragten Entscheider weiterhin zunehmen. Zugleich wird es zunehmend schwieriger, sich als Unternehmen erfolgreich zu positionieren, denn die Mehrzahl der Firmen verfolgt ähnliche Optimierungsansätze. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie Next Generation Manufacturing, die der VDMA zusammen mit der Unternehmensberatung Roland Berger durchgeführt hat. Demnach sehen nur rund 29% gute Spielräume, da sie an anderen Stellschrauben zu drehen versuchen als die Mehrheit ihrer Marktbegleiter. Geprägt wird die Entwicklung zudem von sechs globalen Megatrends: Die eigene Produktion insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Lokalisierung neu aufzustellen, hat eine hohe Relevanz für Maschinen- und Anlagenbauer. Hier ergeben sich neue Differenzierungsmerkmale, ebenso wie durch die Trends zu zunehmender Individualisierung, verstärktem Populismus oder einer Disruption der Industrie.

Staatliche Unterstützung nötig

Die noch komplexer werdenden Anforderungen an Standorte und Rahmenbedingungen der Produktion bedürfen jedoch flankierender Maßnahmen seitens der Politik. Hier gibt es für die meisten Länder noch einiges zu tun. Nur 32% der Entscheider antworteten, dass derzeit die staatlichen Voraussetzungen gegeben seien, die sechs Trends bestmöglich nutzen zu können. Technische Infrastruktur wie schnelles Internet, stabile Stromversorgung und gut ausgebaute Transportwege sind ebenso Bedürfnisse wie geeignete Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums, zum Kampf gegen Korruption wie auch zum Abbau von Bürokratie. Auf steuerlicher Ebene wurden zuvorderst niedrige Import- und Exportzölle sowie staatlich geförderte Forschung genannt. Ganz entscheidend seien jedoch vor allem das Bildungssystem und die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte. Die Rückmeldungen der Studie belegen, dass es bereits einen starken Mangel an IT-Spezialisten, Fachkräften mit spezieller Ingenieurausbildung sowie Facharbeiterinnen und Facharbeitern gibt. Das mache sich im Tagesgeschäft bereits bemerkbar. Der nicht abdeckbare Bedarf an hochspezialisierten IT-Fachkräften habe schon heute bei 64% der Antwortenden negative Auswirkungen.

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