Intensiver Austausch

Im ersten Schritt ermittelte das Team von Pantec den benötigten Funktionsumfang des GUI. „Danach setzten wir uns mit den verschiedensten Verantwortlichen von Ferrum zusammen und erarbeiteten in Workshops die wichtigsten Aspekte“, beschreibt Kindle. „Schon sehr rasch präsentierten wir die ersten Bildschirmansichten des GUI in dieser Runde. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies der beste Anstoss für weitere zielführende Diskussionen ist.“ Bei Ferrum kam diesen Bildern noch eine weitere Bedeutung zu: „Da Ferrum zeitgleich ein neues Corporate Design einführte, konnten wir mit unseren Entwürfen des GUI auch erstmals dessen Wirkung präsentieren“, berichtet Martin Götz, Usability und Design bei Pantec. „Dies wurde von allen Beteiligten sehr geschätzt.“ Ergänzend zu den Workshops studierten die Experten bei Pantec auch die Bedienhandbücher der Zentrifugen von Ferrum: „Daraus ließen sich grundlegende Funktionen ableiten, die Bedeutung einzelner Werte und die jeweiligen Arbeitsabläufe erkennen“, so Götz. Aus den gesammelten Daten entwickelte Pantec dann ein Bedienkonzept, das in einer einfachen Simulationsumgebung vorab von den Mitarbeitenden von Ferrum getestet wurde – und schlussendlich als Basis für die fertige Visualisierung diente.

Schlanke Menüführung für einfachere Bedienung

Besonderes Augenmerk hat das Design-Team von Pantec auf die wahlweise Ausführung des GUI mit und ohne Touch-Funktion gelegt. „Wir mussten darauf achten, dass die Menüpunkte nicht in die Tiefe verschachtelt sind. So lassen sich unnötige Tastendrücke beim Navigieren durch das Menü vermeiden“, beschreibt Martin Götz. Dem Nutzer stehen entsprechend seiner Zugriffsrechte Hauptmenüfunktionen zur Verfügung, sowie ein User-Bereich zur Sprach- und Einheiteneinstellung. Bei Bedarf kann die Zentrifuge auch an einen Leitstand angebunden und von dort über dieselbe Visualisierung bedient werden.

Enges Zusammenspiel

Da die Visualisierung direkt bei einem konkreten Kundenprojekt von Ferrum eingesetzt wurde, entstanden eine Vielzahl neuer Icons oder Bedienfunktionen auf Zuruf – quasi über Nacht. „Das Zusammenspiel der beiden Unternehmen hat dabei bestens geklappt“, wie Michael Brand bestätigt. „Für uns war diese Art der Visualisierung gänzlich neu, weshalb wir auch mal sehr kurzfristig neue Funktionen, die wir zuvor nicht bedacht hatten, einführten. Da braucht es gerade bei geteilter Arbeit einen Partner, der auch in Stresssituationen zuverlässig reagiert. Mit Pantec haben wir diesen gefunden.“ Dass die Investition in eine neue Visualisierung auch eine Investition in die Zukunft ist, davon ist Ferrum überzeugt. „Pantec hat das Bedienkonzept für eine Zentrifuge mit hohem Ausbaugrad und mit allen möglichen Bedienfällen entwickelt. Dieses lässt sich auch auf andere Zentrifugenreihen problemlos umsetzen“, so Brand. „Für die Zukunft sind wir mit dem neuen Bediensystem deshalb sicher bestens gerüstet.“