EBM-papst schließt Geschäftsjahr ab

Bild: EBM-papst Mulfingen GmbH & Co. KG / Philipp Reinhard

Die EBM-papst Gruppe hat das Geschäftsjahr 2023/24 am 31. März 2024 mit einem Gesamtumsatz von 2,408 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr (2,541 Milliarden Euro) entspricht das einem Rückgang von 5,2 Prozent. Den Rückgang führt das Unternehmen auf mehrere Faktoren zurück: eine schwache Konjunktur in Europa, Unsicherheiten im deutschen Heiztechnikmarkt und ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld, das von geopolitischen Konflikten geprägt ist. Zudem hatte das strategische Phase-Out der Geschäftsfelder Hausgeräte und Automobiltechnik, einschließlich der Ablehnung von Neugeschäft in diesen Bereichen, erheblichen Einfluss. Klaus Geißdörfer, CEO, EBM-papst, betont: „Die strategische Neuausrichtung unseres Unternehmens ist in vollem Gange und zeigt bereits Erfolge. Durch die Fokussierung auf unsere Wachstumssegmente Air- und Heating Technology, unterstützt von unserer Local-for-local-Strategie und einer konsequenten Innovationsausrichtung, schaffen wir die Grundlagen für eine langfristig erfolgreiche Zukunft unseres Unternehmens.“

Im Rahmen des Investitionsprogramms und verankertem Fokussierungsprozess plante das Unternehmen auch eine notwendige Stärkung der Antriebstechnik-Sparte IDT. Durch den Verkauf dieser Geschäftseinheit an Siemens erhält der Bereich den internationalen Marktzugang. Die Auswirkungen des Verkaufs, sollen im kommenden Jahr sichtbar werden, sodass die Einmaleffekte noch nicht in den aktuellen Zahlen reflektiert sind. EBM-papst will sich somit mittelfristig ausschließlich auf Lufttechnik und Heiztechnik konzentrieren. „Innerhalb von fünf Jahren wollen wir den Umsatz im Kerngeschäft der Luft- und Heiztechnik auf über 3,5 Milliarden Euro fast verdoppeln“, sagt Geißdörfer.

Bemerkenswert sei das Wachstum im Bereich der Luft- und Klimatechnik, das im Kalenderjahr um 9,5 Prozent zulegte. Trotz eines konjunkturell schwachen ersten Quartals in Europa erzielte dieser Bereich am Ende ein Umsatzplus und erreichte 1,733 Milliarden Euro. EBM?papst ist hier mit Ventilatoren für Rechenzentren, Reinräume und Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien gut positioniert.

Derzeit leidet das Unternehmen insbesondere in Deutschland (-4,1 Prozent auf 487 Millionen Euro) unter den Nachwehen des Gebäudeenergiegesetzes und der einhergehenden Verunsicherung. Das Heiztechniksegment verlor 18,7 Prozent seines Umsatzes gegenüber Vorjahr und erzielte 322,9 Millionen Euro. Eine erfreuliche Entwicklung erlebte das Geschäft in den USA. Auch in Asien zeigte sich das Geschäft positiv und wuchs auf 448,7 Millionen Euro.

Die Investitionen bleiben mit insgesamt 187 Millionen Euro auf hohem Niveau. Auch in den Wachstumsmärkten Asiens investiert das Unternehmen: Rund 25 Millionen Euro werden in den Ausbau des Werks in Xi’an, China, investiert. Hier sollen insgesamt 27.000m² Produktionsfläche entstehen. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen sein neues China Headquarter ONE Shanghai eröffnet, und ein weiterer Standort im Süden Chinas ist bereits in Planung.

Hans Peter Fuchs hatte auf der Jahrespressekonferenz seinen letzten Auftritt in seiner Funktion. Er geht in wenigen Wochen nach in den Ruhestand. Sein Nachfolger als CFO ist Harald Klaiber, bisher kaufmännischer Geschäftsführer beim Esslinger Werkzeugmaschinenhersteller Index.