AIM-D-Befragung

AutoID-Märkte stehen wieder besser da

Der Industrieverband AIM-D befragt seine Mitglieder halbjährlich nach ihrer Sicht auf die allgemeine Geschäfts- und Marktentwicklung sowie die Entwicklung der AutoID-Märkte. In der aktuellen Umfrage schlägt erneut die Pandemie zu buche.
Bild: AIM-D e.V.

Die Ergebnisse der aktuelle Befragung für das 2. Halbjahr 2020 zeigen die Auswirkungen der Corona-Krise und die daraus resultierenden – wieder höheren – Erwartungen der AIDC-Branche in der Krise und vor allem für die Zeit danach.

Peter Altes, Geschäftsführer des AIM-D e.V. kommentiert wie folgt: „Die Ergebnisse des AIM-Trendbarometers zum zweiten Halbjahr 2020 stehen zwar immer noch im Zeichen von Corona, sind aber wieder sichtbar besser als für das 1. Halbjahr 2020. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2020 (ca. 25 Prozent) berichtet nun wieder über 55 Prozent der Unternehmen von einer verbesserten oder zumindest gleichgebliebenen Geschäftsentwicklung der AutoID-Märkte; nur noch ein Drittel sieht aktuell eine Eintrübung der Märkte. Bemerkenswert dabei ist“, so Altes, „dass die Mitglieder zum wiederholten Mal ihre eigene Position im Markt als besser einstufen als den Markt insgesamt. Darin spiegelt sich sicherlich neben einer Entspannung der Lage die Erwartungshaltung an die Rolle der AIDC-Technologien an sich aufgrund der Corona-Krise beschleunigende Automatisierungsprozesse und zunehmend mehr auch autonome Prozesse in Produktion und Logistik.

Die Einzelergebnisse des AIM-Trendbarometers

Die wirtschaftliche Lage der AutoID-Unternehmen ist laut Umfrage im 2. Halbjahr 2020 wieder besser geworden, nachdem sie zuvor fünf mal in Folge rückläufig war. 30 Prozent der Unternehmen haben ihre Investitionen gesteigert (rund 15 Prozent im Vergleichszeitraum des 1. Halbjahrs 2020); und bei fast 40 Prozent ist das Investitionsverhalten stabil geblieben. Nur noch rund 15 Prozent (zuvor 35 Prozent) haben weniger investiert.

55 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf eine gleichbleibende bzw. verbesserte Marktentwicklung. Im Vergleichszeitraum galt dies für rund ein Viertel der Unternehmen. Die Wahrnehmung der Unternehmen hinsichtlich ihrer eigenen Entwicklung bleibt dabei leicht hinter der Wahrnehmung bzw. Bewertung der allgemeinen Marktentwicklung zurück.

Zwei Fragen der Erhebung bezogen sich auf einzelne unter dem Oberbegriff AutoID zusammengefasste Technologie-Bereiche:

Barcode und andere optische Identifikationssysteme (ORM): In Bezug auf diese Systeme berichten mit mehr als 10 Prozent wieder fast doppelt so viele Unternehmen von einer besseren Marktentwicklung als im Vergleichszeitraum; der Wert für eine unveränderte, also zumindest nicht schlechtere Marktentwicklung ist wieder auf rund 25 Prozent (zuvor 15 Prozent) gestiegen.

RFID einschl. NFC und RTLS: die Entwicklung wird aktuell noch optimistisch eingeschätzt. Eine bessere Entwicklung sehen gegenwärtig wieder rund ein Drittel der Unternehmen (1. Halbjahr: 20 Prozent), eine unverändert stabile Entwicklung sehen mit über 20 Prozent (1 Halbjahr: 15 Prozent) auch wieder mehr Unternehmen.

Erwartungen der einzelnen Technologie-Bereiche

Diese Zahlen zeigen, dass der leichte Abwärtstrend im Vergleichszeitraum des ersten Halbjahrs 2020 gestoppt zu sein scheint, so der Verband. Die Erwartung an eine ’verstärkten Nachfrage’ für einzelne Technologie-Bereiche stellt sich wie folgt dar:

• Optische Identifikation: 17,65 Prozent (26Prozent im Vergleichszeitraum)

• Kennzeichnung: 23 Prozent (21 Prozent)

• RFID: 73,5 Prozent (79 Prozent)

• NFC: 38 Prozent (38 Prozent)

• RTLS: 17,5 Prozent (21 Prozent)

• Sensorik: 26,5 Prozent (27 Prozent)

• Bluetooth: 11,5 Prozent (10 Prozent)

• Vision Systems: 11,5 Prozent (21 Prozent)

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