
Rockwell Automation hat zum 11. Mal die Ergebnisse seines State of Smart Manufacturing Reports bekannt gegeben. Die Studie mit mehr als 1.500 Herstellern aus 17 Ländern zeigt einen sich ändernden Branchenfokus: Fabrikanten diskutieren nicht länger darüber, ob sie digitale Technologien einführen, sondern wie sie diese am besten einsetzen, skalieren und einen messbaren Nutzen daraus ziehen. Der Bericht kennzeichnet einen Wendepunkt in der Branche, da viele Fertigungsunternehmen von der Experimentierphase zu einer umfassenderen Bereitstellung digitaler Funktionen übergehen. Weniger Hersteller führen Pilotprojekte durch, während ein größerer Teil Technologien für die intelligente Fertigung aktiv in alltäglichen Betriebsabläufen einsetzt.
Die Studie ergab, dass 90% der Fabrikanten die digitale Transformation jetzt als entscheidenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit betrachten, was die Entwicklung hin zu einer grundlegenden Geschäftsanforderung widerspiegelt.
Zu den wichtigsten Resultaten des State of Smart Manufacturing Reports 2026 zählen folgende Erkenntnisse:
- Hersteller gehen von Pilotprojekten zur Skalierung über: Sechs von zehn Herstellern (59%) berichten, dass sie aktiv auf Technologien für die intelligente Fertigung setzen, um ihre Betriebsabläufe zu unterstützen. Lediglich 18% befinden sich noch in Pilotphasen, was einen Rückgang der von Pilotprojekten geprägten Phase markiert, die die vergangenen Jahre dominierte.
- KI fungiert als Motor für industrielle Wettbewerbsvorteile: Ein Drittel der Betriebsvorgänge (34%) wird aktuell durch KI ergänzt, um Qualität, Cybersecurity und Prozessoptimierung zu fördern. Hersteller gehen davon aus, dass bis 2030 mehr als die Hälfte der Prozesse KI-gestützt sein wird, was die Rolle von KI als zentrale betriebliche Funktion unterstreicht.
- Operational Intelligence ist jetzt ein Alleinstellungsmerkmal: Während Unternehmen kontinuierlich größere Mengen an Daten erfassen, werden nur 43% davon effektiv genutzt. Dies zeigt, dass die Umsetzung der Faktor ist, der die Leistung beeinträchtigt – und nicht die Datenverfügbarkeit.
- Cybersecurity stellt eine betriebliche Realität dar: Nahezu die Hälfte der Hersteller (46%) war im vergangenen Jahr mindestens einmal von einem Cybersecurity-Vorfall betroffen, was die zunehmende Anfälligkeit widerspiegelt, da Betriebsabläufe immer vernetzter und autonomer werden. Sichere, integrierte IT-/OT-Architekturen sind nun eine Grundvoraussetzung für die Skalierung von KI- und fortschrittlichen Automatisierungstechnologien.
Der Bericht kommt außerdem zu dem Schluss, dass Hersteller mit ihren Investitionen in die Transformation auf messbare Ergebnisse rund um höhere Qualität, niedrigere Kosten, geringere Betriebsrisiken und bessere Gesamtanlageneffektivität abzielen. Ein Drittel der Betriebsbudgets wird weiterhin für industrielle Technologie aufgewendet, was auf nachhaltige, umsetzungsorientierte Investitionen statt kurzfristige Experimente hindeutet.


















