60% der Maschinenbauer digital unvorbereitet auf neue Käufergeneration

Die Content Feature Adoption beschreibt den Anteil der Maschinenbauunternehmen, die bestimmte Content-Formate aktiv einsetzen. Sie zeigt, welche Inhalte im Markt bereits Standard sind und wo noch Potenzial besteht. – Bild: Actuways AG

Der Maschinenbau hat ein strukturelles Wettbewerbsproblem – und es beginnt vor dem ersten Vertriebskontakt. Die Generation, die heute Investitionsentscheidungen trifft oder vorbereitet, recherchiert ausschließlich digital – bevor sie ein Gespräch sucht, eine Messe besucht oder eine Anfrage stellt. Eine neue Branchenstudie von Actuways zeigt basierend auf 500 analysierten Unternehmen: 6 von 10 Maschinenbauunternehmen im DACH-Raum sind digital nicht aufgestellt, um diesen Moment zu nutzen – nicht weil die Nachfrage fehlt, sondern weil die digitalen Grundlagen fehlen, um sie zu empfangen.

Weitere Kernergebnisse der Untersuchung lauten:

60% der untersuchten Unternehmen sind nicht in der Lage, Website-Besucher systematisch in qualifizierte Leads zu überführen. Nur 11% erreichen ein fortgeschrittenes digitales Reifegradniveau – der Rest des Marktes operiert unterhalb des Niveaus, das für skalierbare Nachfragegenerierung heute notwendig ist.

75% der Unternehmen verzichten auf High-Quality-Content wie Whitepaper, Webinare oder Case Studies. Dabei sind genau diese Formate entscheidend: Die neue Käufergeneration im Maschinenbau – Millennials und Gen Z in Einkauf, Engineering und Management – trifft Vorentscheidungen heute digital, lange bevor ein Vertriebsgespräch stattfindet.

36,6% der Unternehmen betreiben ihr Marketing ohne jegliche Analytics-Grundlage. Bei Branchenführern liegt die Analytics-Nutzung bei 85% – bei Nachzüglern bei 47%. Wer nicht misst, kann weder Budget noch Strategie datenbasiert steuern.

79% der Unternehmen sind von nur einem einzigen Marketingkanal abhängig. Das macht Sichtbarkeit und Nachfrage anfällig für Algorithmusänderungen, Plattformverschiebungen und Wettbewerbsdruck.

35% aller analysierten Social-Media-Posts erzielen maximal 5 Interaktionen. Der Engpass ist nicht Reichweite, sondern Relevanz – ein Großteil des Contents bindet interne Ressourcen, ohne messbare Kommunikationswirkung zu erzeugen.