
Mit dem Symposium ‚Innovationen in der Produktionstechnik – Werkzeugmaschinen aus Deutschland‘ vom 23. bis 25. März in Bangkok, Thailand unterstützt der VDW seine Mitglieder, sich im südostasiatischen Raum breiter aufzustellen und aufstrebende Wachstumsmärkte besser zu nutzen.
Im Jahr 2025 verzeichnete Thailands Wirtschaft ein Wachstum von 2,4%. Das Land ist der führende Automobilproduzent in Südostasien. Sieben deutsche Unternehmen nutzten daher das VDW-Symposium in Bangkok, um ihre Chancen in dem südostasiatischen Markt vor insgesamt 116 Teilnehmern auszuloten. Hermle, Index, Open Mind Technologies, Profiroll Technologies, Siemens, Trumpf und United Machining Solutions nahmen neben ihren jeweiligen Vorträgen für die thailändischen Besucher auch parallel an zahlreichen individuellen B2B-Meetings teil.
Deutschland ist viertgrößter Handelspartner von Thailand bei den Importen von Werkzeugmaschinen. Obwohl deutsche Importe im Jahr 2025 nur etwa 4,7% der gesamten Werkzeugmaschinenimporte ausmachten, über die Hälfte aller Importe kommen aus China, genießt deutsche Technologie auf dem Markt weiterhin einen ausgezeichneten Ruf. „Mit etablierten Industrieclustern, einer gut entwickelten Infrastruktur und einem starken Netzwerk an zuverlässigen Zulieferern ist Thailand der Produktionsstandort in Südostasien“, erläutert Dr. Roland Wein, Geschäftsführer der Deutsch-Thailändischen Handelskammer. „Nachhaltigkeit und die Erreichung von ambitionierten Klimazielen erfordern Investitionen, wodurch sich der Bedarf an Maschinen und Technologien deutscher Hersteller erhöht. Der Abschluss eines EU-Thailand-Freihandelsabkommens wird die Attraktivität Thailand als Handels- und Investitionspartner weiter stärken“, führt er weiter aus und blickt optimistisch in die Zukunft. Das sehen auch die deutschen Unternehmen.
Südostasien als Schlüsselmarkt für Werkzeugmaschinen aus Deutschland
Die ASEAN Region wird für Deutschland als Handelspartner immer wichtiger, vor allem wenn es darum geht die Bandbreite an Exportländern zu erweitern. 2023 wurden aus Deutschland nach Thailand Maschinen im Wert von 22 Millionen Euro exportiert. Unter den Lieferanten für Thailand liegt Deutschland an vierter Stelle – hinter China, Japan und Taiwan – wird jedoch besonders für Präzision, Langlebigkeit und technologisch fortschrittliche Lösungen geschätzt.
„Das Symposium in Thailand war ein augenöffnendes Event, zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, so Dr. Dirk Prust, CEO von Index. „Es ist beeindruckend, wie viele leistungsfähige Unternehmen hier sind und nach dem nächsten Schritt in der Fertigungstechnologie suchen. Da der Wandel hin zur Elektromobilität ähnliche Auswirkungen wie in Europa zeigt, lautet der neue Fokus: ‚kleine Stückzahlen – hohe Variantenvielfalt – schnelle Lieferung‘. Mit herkömmlich eingesetzten Maschinen und Prozessen lässt sich diese Nachfrage nicht mehr bedienen – eine großartige neue Chance für deutsche Werkzeugmaschinen.“ Auch Decha Lertvilaisak, General Manager von Trumpf Thailand sieht in dem Symposium eine große Chance: „Das VDW-Symposium in Bangkok bot uns die großartige Gelegenheit, vielen potenziellen Kunden die Smart-Factory-Lösungen von Trumpf vorzustellen.“
Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, meint abschließend: „Das VDW-Symposium in Bangkok war erfolgreich. Die teilnehmenden Unternehmen präsentierten eine große Bandbreite an unterschiedlichen Technologien sowie aktuellen Entwicklungen. Auch das Networking ermöglichte einen intensiven Austausch unter den Teilnehmern.“


















