Umsatzprognose für 2025 im Minus

Bild: PricewaterhouseCoopers GmbH

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau blickt mit Besorgnis auf das Jahr 2025. Denn auch zum Jahreswechsel halten die negativen Entwicklungen an: Die Stimmung ist auf einem historischen Tiefpunkt, die Umsatzprognosen rutschen weiter ins Minus. Dies geht aus dem aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland hervor. Zwei von drei befragten Entscheidungsträgern im Maschinen- und Anlagenbau rechnen nächstes Jahr mit einer Verschlechterung der deutschen Konjunktur – dies stellt nicht nur einen Negativrekord der bisherigen Erhebungswellen seit 2014 dar, sondern auch den pessimistischsten Jahresausblick im genannten Zeitraum.

Insgesamt hat die Unzufriedenheit ein Niveau erreicht, das doppelt so hoch ist wie der Durchschnitt aller Erhebungswellen der letzten zehn Jahre. Auch der für die exportorientierten Maschinenbauer so wichtige Blick auf den Weltmarkt ist getrübt. Zwar fällt das Urteil über die globale Konjunktur nicht so negativ aus wie über die deutsche, steht aber sinnbildlich für die tiefgreifende Verunsicherung der Branche: ein Drittel erwartet eine positive Entwicklung, ein weiteres Drittel eine negative und ein Drittel zeigt sich unentschlossen. Tatsächlich befindet sich die Umsatzprognose seit fast zwei Jahren im Abwärtstrend und ist gegenüber der Schätzung aus dem Vorquartal um weitere 1,6 Prozentpunkte gesunken. So niedrig war die Prognose seit dem Corona-Jahr 2020 nicht mehr. 

Komplexität der Herausforderungen steigt

Längst sind andere komplexe Herausforderungen an die Stelle der Pandemie getreten. Sechs von zehn Managern beklagen die schwache Nachfrage und das schwierige Regulierungsumfeld als Wachstumshindernisse. Für zwei Drittel bremsen die politischen Entwicklungen im Ausland das eigene Wachstum, drei Viertel sehen sich zusätzlich durch den Fachkräftemangel beeinträchtigt. Aber über allem stehen die hohen Ausgaben: acht von zehn Befragten beklagen den hohen Kostendruck. Diese Werte übertreffen alle bisherigen Befragungswellen. 

Personal wird 2025 teurer

Tatsächlich erwartet rund die Hälfte der befragten Unternehmen auch im Jahr 2025 weitere Kostensteigerungen. Den größten Einfluss haben hierbei aber nicht die Energie- und Rohstoffkosten. Vielmehr beschäftigt die Unternehmen die Frage der Personalkosten. Sieben von zehn Befragten gehen in diesem Kontext von steigenden Kosten aus – im Schnitt rechnen sie mit Mehrkosten für Personal von 4,4%. Das könnte sich weiter negativ auf das Ergebnis auswirken. Schon jetzt rechnet lediglich eine Minderheit von 17% mit steigenden Margen im ersten Quartal des kommenden Jahres. Auch weitere wichtige Kennzahlen verdeutlichen den Handlungsdruck, unter denen die Unternehmen stehen. Zum Jahresende liegt die Kapazitätsauslastung bei 84,8 % – ein im Langzeittrend besorgniserregend niedriger Wert. Eine vergleichbare Phase wurde nur während der Corona-Pandemie beobachtet, als die Auslastung wegen des Lock-Downs noch niedriger war.