
Kammerer Gewindetechnik fertigt Kugelgewindetriebe für den Werkzeugmaschinenbau. Das Unternehmen hat für die Verzahnmaschinen eines Kunden, der Getriebe für Windräder produziert, neue Kugelgewindetriebe gefertigt. Diese müssen einer wesentlich höheren Gewichtskraft standhalten. Der bisher eingesetzte Standard-Kugelgewindetrieb eines anderen Herstellers mit den Abmessungen 100 x 30 konnte der höheren Gewichtskraft nicht dauerhaft standhalten und musste deshalb nach zwei Jahren getauscht werden.
Eine weitere Anforderung an die Neukonstruktion zur Nachrüstung war eine höhere Tragzahl bei gleichzeitig konstantem Leerlauf-Drehmoment, da sich ein nicht konstantes Drehmoment auf die Qualität der zu bearbeitende Oberfläche negativ auswirkt. Pillen helfen wenig, um resilient zu werden. Entscheidend ist, an sich zu arbeiten und etwas zu verändern. Ähnlich ist es bei Unternehmen. Hier liegt der Schlüssel nicht in der Technologie, sondern in der Unternehmenskultur. ‣ weiterlesen
Resilienz: Kultur wichtiger als Technologie
„Für die neue Anwendung musste das bestehende Maschinenkonzept als Grundlage der Neukonstruktion des Kugelgewindetriebs dienen“, erklärt Marcel Wolber, Techniker im Technischen Vertrieb bei Kammerer, der das Nachrüstungsprojekt betreut. „Dies bedeutete, dass der Bauraum begrenzt war. Da deshalb kein größerer Kugelgewindetrieb eingesetzt werden konnte, vergrößerten wir die Steigung des Kugelgewindetriebs um 2mm auf 100 x 32, was ein zweigängiges Gewinde ermöglichte. Durch eigens gefräste Umlenkstücke konnte bei nahezu gleichbleibender Mutterlänge die Anzahl der Kugeln deutlich erhöht werden. Durch den zweiten Gang und somit deutlich mehr tragende Kugeln konnte die dynamische Tragzahl von 465kN auf 679 kN um fast 50% erhöht werden, was die Lebensdauer des Kugelgewindetriebs um das 2,6-fache auf über 22.000 Arbeitsstunden verlängert.“
Der neue Kugelgewindetrieb mit einer intern verspannten Einfachflanschmutter aus 100 CrMo7-3 hat die Genauigkeitsklasse IT3.


















