Im zweiten Quartal bestätigen die Auftragseingänge mit einem Zuwachs von 12% den moderaten Aufwärtstrend in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie. Bereits im ersten Quartal wurde ein Zuwachs von 15% verzeichnet. Die Talsohle ist damit laut dem VDW durchschritten, wenngleich das Ausgangsniveau niedrig ist. Erneut trugen Inland und Ausland nahezu gleichermaßen zum Wachstum bei. Für das erste Halbjahr ergibt sich insgesamt ein Auftragsplus von 14%. Die Inlandsnachfrage stieg um 16%, die Bestellungen aus dem Ausland legten um 13% zu.

Unter den wichtigsten Abnehmerbranchen entwickeln sich Luftfahrt und Verteidigung besonders dynamisch. Auch die Geschäfte mit der Elektronikindustrie sowie der Medizintechnik werden positiv beurteilt. Dagegen bleiben die Metallbearbeitung und der Maschinenbau schwierig, während die Automobil- und Zulieferindustrie weiterhin das größte Sorgenkind darstellt.
Eine Erhebung des VDW für das Jahr 2025 bestätigt den rückläufigen Trend in der Automobilindustrie, deren Anteil am Gesamtabsatz auf nur noch 23% gesunken ist. Größter Abnehmer bleibt der Maschinenbau mit einem Anteil von 27%. Die Luftfahrtindustrie konnte ihren Anteil innerhalb von zwei Jahren deutlich um fünf Prozentpunkte auf 11% steigern. Automatisierte Produktionsanlagen erfordern höchste Standards bei Sicherheit, Verfügbarkeit und Prozessgeschwindigkeit. ‣ weiterlesen
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Die Produktion lag im zweiten Quartal schätzungsweise noch 6% unter dem Vorjahresniveau. Für die erste Jahreshälfte ergibt sich damit ein Rückgang von 7%. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich die verbesserte Auftragslage jedoch zunehmend in der Produktion widerspiegeln. Das Exportgeschäft verzeichnete im zweiten Quartal zwar noch ein Minus von 4%, gegenüber dem ersten Quartal hat sich der Rückgang jedoch bereits halbiert. Für das erste Halbjahr insgesamt ergibt sich ein Exportrückgang von 7%.
Die USA bleiben als größter Absatzmarkt eine wichtige Stütze der Branche. Die Lieferungen in die Vereinigten Staaten legten um 8% zu. Demgegenüber brachen die Exporte nach China, dem zweitgrößten Absatzmarkt, um nahezu ein Viertel ein. Aktuell berichten die Unternehmen jedoch von einer Stabilisierung und leichten Belebung der Nachfrage in China. Angesichts des intensiven Preiswettbewerbs gewinnt dort für deutsche Hersteller mit eigener Produktion vor Ort das Prinzip ‚Local for Local‘ zunehmend an Bedeutung. Indien setzt seinen kontinuierlichen Wachstumskurs fort und hat sich mittlerweile als viertgrößter Absatzmarkt etabliert.
Die Ausfuhren nach Europa gingen insgesamt um 6% zurück. Positiv hervorzuheben ist Frankreich, das vermutlich aufgrund einer starken Nachfrage aus der Luftfahrtindustrie ein deutliches Wachstum verzeichnete und Rang drei unter den wichtigsten Exportmärkten belegt. Auch die osteuropäischen Märkte Polen und Tschechien leisteten mit ihrer positiven Entwicklung einen stabilisierenden Beitrag zum Exportgeschäft. Belastend wirkte hingegen insbesondere Italien.
Der Inlandsabsatz blieb auch im zweiten Quartal schwach und lag zur Jahresmitte kumuliert um 10% unter dem Vorjahreswert. Die Importe konnten dagegen im zweiten Quartal leicht zulegen und verzeichneten mit -2% nur noch einen geringen Rückgang. Insbesondere japanische und südkoreanische Hersteller steigerten ihren Absatz in Deutschland. Insgesamt blieb der deutsche Markt im ersten Halbjahr mit einem Minus von 6% jedoch weiter auf Talfahrt.
Die Kapazitätsauslastung der Unternehmen ist nicht weiter gesunken und hat sich bei vergleichsweise niedrigen 75% stabilisiert.

















