
Der deutsche Maschinenbau blickt 2025 auf ein herausforderndes Jahr. Wirtschaftliche Unsicherheit und struktureller Wandel machen sich stärker denn je bemerkbar. Eine aktuelle Befragung des Aachener Softwareunternehmens Inform zeigt, worauf sich Unternehmen in dieser Phase konzentrieren und welche Prioritäten sie setzen, um auch unter veränderten Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben. Die Befragung fand im vierten Quartal im Rahmen des 23. Felios-Anwendertreffens von Inform statt. Dort kamen rund 130 Fach- und Führungskräfte der rund 300 Kunden des Softwareunternehmens zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen und praktische Erfahrungen mit Felios, einer KI-gestützten Optimierungssoftware für die Produktionsplanung, auszutauschen. Um ein aktuelles Stimmungsbild zur derzeitigen wirtschaftlichen Situation im Maschinen- und Anlagenbau zu erfassen, wählte Inform aus diesem Kreis 39 Experten aus, die im Detail interviewt wurden. Mehr als die Hälfte der Befragten (je 56%) nennen die wirtschaftliche Unsicherheit und den Fachkräftemangel als derzeit größte Herausforderungen. Auch Umsatzrückgänge und der Wettbewerbsdruck (je 44%) machen den Unternehmen zu schaffen. Hinzu kommen Lieferketteninstabilität (36%) und Kostensteigerungen (36%), die vor allem die Produktionsplanung und Kalkulation beeinflussen. Deutlich differenzierter fällt das Bild aus, wenn es um die konkreten Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Produktion und Lieferketten geht. Einige Unternehmen berichten von spürbaren Belastungen durch Lieferengpässe, Personalmangel und steigenden Kostendruck. „Wir verzeichnen Verzögerungen bei der Lieferzeit von Norm- und Zukaufteilen. Viele Angebote werden aktuell gar nicht mehr angenommen“, beschreibt ein Teilnehmer. Ebenfalls häufig erwähnen die Befragten sinkende Auftragseingänge. „Der Auftragseingang ist um rund 15% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen“, so ein Maschinenbauer. Ein anderes Unternehmen ergänzt: „Der Auftragseingang ist rückläufig, bleibt aber stabil, da wir global aufgestellt sind.“ Auch geopolitische und regulatorische Faktoren schlagen auf die Lieferketten durch. „Lieferketten aus Ländern mit neuen Zollrichtlinien werden instabil“, berichtet ein Teilnehmer. Ein anderer verweist auf den internationalen Wettbewerb: „Sehr stark, gerade in Bezug auf den Zollstreit um Magnete aus China.“ Wieder andere nennen steigende Energiekosten und die Auswirkungen des europäischen Green Deals als zusätzliche Belastung. Bei aller Unsicherheit zeigen die Antworten jedoch auch positive Tendenzen. So berichten einzelne Unternehmen von einer stabilen oder guten Auftragslage.


















