Worauf sich Unternehmen einstellen müssen

Cybersicherheit: fünf Prognosen für 2022

Im ausgehenden Jahr haben verschiedene Cyberattacken für Aufsehen gesorgt und wie der IT-Security-Anbieter Kudelski prognostiziert, werden die Angriffe im kommenden Jahr noch zunehmen - insbesondere bei Ransomware-Attacken gehen die Security-Experten von einem Anstieg aus. Doch auch darüber hinaus gibt es Punkte, die Unternehmen im Blick behalten sollten.
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Im Jahr 2021 gab es viele öffentlich wirksame Cyberangriffe auf Unternehmen und Behörden. Dabei hat sich gezeigt, dass die Angriffe zielgerichteter und raffinierter geworden sind. Worauf sich Unternehmen 2022 einstellen sollten und wie sie den Gefahren begegnen können, zeigt der Cybersecurity-Spezialist Kudelski Security.

Ransomware-Angriffe nehmen zu

Im aktuellen Lagebericht der IT-Sicherheit hat der deutsche Branchenverband Bitkom festgestellt, dass seit 2019 die Höhe der Schäden durch Ransomware um 358 Prozent gestiegen ist. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort und wird zudem noch von einer weiteren Entwicklung begleitet: Immer mehr Unternehmen zahlen die geforderten Lösegelder. Oft basiert die Entscheidung darüber auf einer Kosten/Nutzen-Analyse. In manchen Fällen unterbieten die Lösegeldforderungen die Kosten für das Standhalten. Laut der Kudelski-Experten verschlimmere die Zahlung von Lösegeldforderungen das Problem, da sie Anreize für weitere Angriffe schafft. Grundsätzlich gilt: Der Fokus in der Bekämpfung liegt oftmals auf den falschen Bereichen – CIOs und CISOs sollten nicht die Symptome, sondern die Ursachen angehen, so die Kudelski-Spezialisten. Anstatt an ihrer Ransomware-Backup-Strategie zu arbeiten, sollten sich Unternehmen lieber auf ihre Cyber-Hygiene, ihre Endpunkt-Erkennungs- und Reaktionsstrategie konzentrieren.

OT-Angriffe bedrohen Produktion und Lieferketten

Die Kudelski-Spezialisten erwarten, dass im kommenden Jahr vermehrt Angriffe auf speicherprogrammierbare Steuerungslösungen (SPS) oder programmierbare Automatisierungssteuerungen (PAC) erfolgen werden. Dies könnte nicht nur Auswirkungen auf die Sicherheit von produziernenden Unternehmen haben, sondern in manchen Fällen auf die Weltwirtschaft. Um die Supply Chain zu schützen, müssen sich die Verantwortlichen auf den Aufbau einer mehrschichtigen Cybersicherheitsstrategie konzentrieren, die zunächst mit der Einhaltung basaler Sicherheitsrichtlinien beginnt. Dies fängt beispielsweise bei der Transparenz an, doch viele Hersteller haben keinen Überblick über ihre eigenen IT- und OT-Netzwerke (Operational Technology).

Top-Ziel Gesundheitsbranche

Hier spielen zwei Schlüsselfaktoren eine Rolle: Geld und Gesundheit. Die hohen Anforderungen an das Gesundheitswesen und der durch die Pandemie verursachte Druck hat den Wert des Gesundheitssystems als Ziel für potenzielle Angreifer erhöht, insbesondere bei Ransomware-Angriffen. In der Branche ist ein Anstieg an Attacken zu verzeichnen. Dabei zielen diese meist nicht auf die medizinischen Geräte ab, sondern auf die klassischen IT-Komponenten wie ERP- oder Abrechnungssysteme sowie auf Patientendaten.

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