Einfache Einbindung via TCP/IP

Mit seiner Erfahrung im Umgang mit TCP/IP-Applikationen konnte er die Geräte ohne Probleme in das bestehende Steuerungskonzept integrieren. Da dieses ohne DHCP-Server arbeitet, wurden die MV420 nach Eingabe der festen IP-Adresse über das im Set enthaltene Primary-Setup-Tool erkannt und via Webbrowser direkt angesprochen und parametriert. Mit entsprechender Autorisierung funktioniert das auch über eine Remote-Verbindung, so dass der Maschinenbauer auch Anwender aus der Ferne unterstützen kann. Mit der einmal erstellten Applikationsbibliothek können weitere Codeleser über eine zusätzliche Instanz in das Steuerungssystem integriert werden. Noch nicht genutzt haben die Bad Mergentheimer die Möglichkeiten, über den integrierten Ringpuffer der Geräte fehlerhafte Bilder einschließlich Fehlergrund zu speichern, bzw. die erfassten Bilder an einen beliebigen Server im Netzwerk zu versenden. Auf diese Weise ließen sich z.B. ein verschmutztes Objektiv oder nachlassende Qualität eines Barcode-Druckers frühzeitig erkennen. Derzeit arbeiten Müller Martini und Siemens daran, einzelne Parameter wie die Belichtungszeit auch ohne Webbrowser, d.h. direkt aus der eigenen Visualisierungsoberfläche auf die Leser zu übertragen. „Damit können wir es unseren Inbetriebnahme- und Servicekräften noch einfacher machen, da sie ein Tool weniger beherrschen müssen, auch wenn dieses sehr einfach und komfortabel ist“, so der Teamleiter Elektrokonstruktion, Thomas Laumeyer. Dies scheint auch die Praxis zu bestätigen: Mittlerweile sind knapp 20 Diamant-Linien mit den Codelesern weltweit im Einsatz und es gab diesbezüglich keinerlei Rückfragen seitens der Anwender. Das ist ein gutes Anzeichen dafür, dass die Linien zuverlässig und fehlerfrei laufen.