Verbesserter CAD/CAM-Prozess
Altbewährtes mit neuem System
Bewährtes zu erhalten, ohne auf Fortschritte verzichten zu müssen, ist bei der Einführung einer neuen CAD/CAM Prozess-Lösung herausfordernd. Der Allradspezialist Oberaigner hat die Coscom-Lösung ProfiCam in seine Prozessinfrastruktur eingeführt - mit Durchgängigkeit bis zur Maschine.
Bild: COSCOM Computer GmbH

Je besser der Maschinenpark in der Fertigung ausgelastet und an die zu produzierenden Produkte angepasst ist, desto rentabler ist es in der Regel für das Betreiberunternehmen. Bei Oberaigner Powertrain ist es mit neuen Technologien gelungen, Bearbeitungszeit einzusparen. Durch die Vernetzung von der Arbeitsvorbereitung bis an die Maschine wurde verkürzt die Reaktionszeit verkürzt und die Flexibilität gesteigert. Zum Portfolio der Oberaigner Powertrain gehört die Auftragsentwicklung und -produktion von Allradsystemen, Untersetzungs-, Verteiler- und Umlenkgetriebenvarianten, Differenzialsperren und anderen Komponenten des Antriebsstrangs gehören zum. Da Prozessoptimierung und -Vernetzung eine wichtige Voraussetzung für den Zulieferer ist, hat das Unternehmen sein singuläres CAM-System gegen die Lösung Proficam VM von Coscom Computer ausgetauscht, einer Virtual-Maching(VM)-Prozess-Lösung mit dem integriertem CAD/CAM-System .

Gewohntes beibehalten

„Das alte CAM-System hatte eine praxisorientierte Ausgabelogik, die mit der Einführung von ProfiCam VM beibehalten wurde, weil sie bei Oberaigner vertraut ist“, erklärt Christian Snetivy, der für Coscom die Einführung betreut hat. „So kann der Mitarbeiter an der Maschine auf einen Blick überprüfen, ob das, was programmiert wurde, auch plausibel erscheint“, ergänzt Alexander Helmich, Leiter Prototypen Fertigung & Prozessentwicklung bei der Oberaigner Group, und meint: „So ist der Maschinenbediener schnell wieder in seiner Welt, obwohl er ein neues CAM-System benutzt.“

Anforderungen an das Postprocessing

Bei der Systemauswahl stachen neben dem Wunsch, Bewährtes so weit wie möglich zu übernehmen, Anforderungen beim Support und auch das Postprozessorenkonzept heraus: „In Summe haben wir uns fünf verschiedene CAM-Systeme angesehen. Bei der Präsentation vor Ort hat sich herausgestellt, dass insbesondere die Postprocessing-Ergebnisse der Mitstreiter nicht zufriedenstellend waren. Nur die Präsentation von ProfiCam VM war in technischer Hinsicht überzeugend“, sagt Helmich.

Durchgängige Programmierung

Das neue CAM-System ist nun seit mehr als einem Jahr im Einsatz und die Bauteile nun durchgängig programmiert. Der verlustfreie Datenaustausch mit dem CAD-System spielt eine wichtige Rolle, wie Helmich meint: „Die uns zur Verfügung stehende Zeit der Produktentstehung wird immer kürzer und der Konkurrenzdruck steigt. Der Kampf um die Behauptung am Markt und die damit verbundene Aufforderung nach umfassender Kostenkontrolle führen unweigerlich zur Frage nach der Return-on-Investment-Rechnung. Paul Oberaigner, geschäftsführender Gesellschafter, gibt zu bedenken, dass sich die Kostenersparnisse aus vielen Faktoren zusammensetzen. In jedem Fall sei es wichtig, bereits in der Konstruktionsphase Einfluss auf die Gestaltung des Bauteils unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten nehmen zu können, beispielsweise um sich an der Maschine eine weitere Aufspannung – also unproduktive Nebenzeiten – zu ersparen.

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