
Die Beschaffung von Fertigungs- und Zeichnungsteilen wird zunehmend digital. Eine aktuelle Facturee-Studie zeigt: 6 von 10 Fachkräften setzen bereits künstliche Intelligenz in der Beschaffung ein. Vor allem zur Material- und Lieferantenrecherche, zur Beschleunigung von Prozessen und für automatisierte Angebotsanfragen. Als einer der wichtigsten Treiber der Digitalisierung etabliert sich die KI im Einkauf.
Die Befragung wurde von Facturee gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Caspar-Feld im September 2025 durchgeführt. Grundlage waren Online-Interviews mit 166 Teilnehmenden, darunter u.a. technische Einkäufer, Ingenieure, Entwickler und Führungskräfte in KMU.
Einsatz von KI in der Beschaffung etabliert sich
60% der Befragten nutzen KI-gestützte Tools in ihren Beschaffungsprozessen. KI-Lösungen werden eingesetzt, um Materialien zu recherchieren, geeignete Lieferanten zu identifizieren oder Abläufe zu beschleunigen. „Die hohe Akzeptanz zeigt, dass KI längst bereits den Arbeitsalltag von Einkaufsteams prägt“, erklärt Billy Schulz, Head of Sales bei Facturee. „Digitale Assistenzsysteme werden als praktische Unterstützung wahrgenommen und ermöglichen schnellere, datenbasierte Entscheidungen.“
KI-Suche gewinnt an Bedeutung
Auch bei der Lieferantensuche verändern sich die Gewohnheiten: 14% der Befragten informieren sich laut Studie bereits mittels KI-Tools – ein Hinweis darauf, dass neue, digitale Such- und Entscheidungswege im Beschaffungsalltag entstehen. Ein Beispiel für diesen Trend ist der neue Facturee Navigator. Es handelt sich um einen frei nutzbaren KI-Agent, der technische Fragen zu Materialien, Fertigungsverfahren und Oberflächenbehandlungen beantwortet. Solche Tools machen fachspezifisches Wissen schneller zugänglich und vereinfachen den Rechercheprozess.
Neben der zunehmenden KI-Nutzung zeigt die Studie: Das Modell des Digital Procurement, also der zentralen Beschaffung über digitale Fertigungsdienstleister, wird zunehmend geschätzt. 72% der Befragten bewerten den Zugriff auf ein großes Lieferantennetzwerk über nur einen Vertrag als sehr oder eher hilfreich. Als wichtigste Vorteile dieses Beschaffungsmodells nennen die Teilnehmenden Kostenvorteile (48%), Verfügbarkeit und größere Auswahl (43%) sowie Schnelligkeit (43%).
Trotz der wachsenden Akzeptanz digitaler Lösungen zeigen die Ergebnisse auch, dass 35% der Befragten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes äußern. Insbesondere im Umgang mit sensiblen Teilezeichnungen haben Befragte Vorbehalte. Ebenso befürchten 25%, dass durch die Digitalisierung der persönliche Austausch und die Beratung zu kurz kommen könnten.


















