20 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2025

Trotz oder wegen Corona: Energieeffizienz wird wichtiger

Der Bedeutungsindex des Energieeffizienzindex (EEI) ist zum Sommer 2020 stärker gestiegen als je zuvor. Auch die anvisierte Energieproduktivität ist im abgelaufenen Halbjahr höher als bisher. Somit hatte die Corona-Pandemie keinen negativen, sondern eher einen positiven Einfluss auf die Bedeutung, die Unternehmen der Energieeffizienz beimessen. Das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart erhebt seit 2013 halbjährlich Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz.
Bild: Universität Stuttgart

Mehr Energieeffizienz

Mehr als 850 Unternehmen aus über 20 Branchen beantworteten die halbjährlich wechselnden Sonderfragen des EEP. Für den Sommerindex 2020 wurde abgefragt, ob und in welcher Weise die aktuelle Covid-19-Pandemie die Energieeffizienzstrategie der Unternehmen beeinflusst hat. Mehr als 30 Prozent der Befragten antworteten, dass das Coronavirus, keinerlei Einfluss auf ihre Energieeffizienzstrategie hat und weiter an der bestehenden Strategie festgehalten wird. Besonders positiv: Viele Unternehmen haben ihre Energieeffizienzmaßnahmen ausgeweitet oder vorgezogen.

Weniger CO2-Ausstoß bis 2020

Unternehmen planen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2025, inklusive aller Kompensationsmaßnahmen, um über 20 Prozent zu reduzieren, die kleineren und mittleren um 18-21 Prozent. Dabei ist die Senkung des Energieverbrauchs durch Energieeffizienzmaßnahmen die wichtigste genannte Maßnahme. Die Industrie scheint dem Prinzip ‚Efficiency First‘ zu folgen. Dicht darauf folgt der Bezug erneuerbarer Energien. „Die aktuelle Stimmungslage in der Industrie in Bezug auf Energieeffizienz ist trotz der durch die Corona-Pandemie verschlechterten Konjunktur sehr positiv. Dies verdeutlicht die Bereitschaft und die Fähigkeit zu handeln. Die Energieeffizienz kann gerade jetzt dazu beitragen, die Energiekosten der Unternehmen zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dies ist eine Chance für die Energieeffizienz“, so Prof. Sauer.

mst/Universität Stuttgart

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