Hoher Messdurchsatz

In vielen Branchen ist die Messung der geometrischen Gestalt von Werkstücken unumgänglich. Ob zur Warenausgangs-/Eingangskontrolle oder zur Sicherung von Produktionsprozessen. Da die Ansprüche an Messgenauigkeit, sowie Geschwindigkeit immer höher werden, wurde die neue Quick Vision Pro-Serie entwickelt.
Bild: Mitutoyo Deutschland GmbH
Quick Vision Pro ist in zwei Genauigkeits
klassen und jedes der Modelle in drei Größen erhältlich.
Quick Vision Pro ist in zwei Genauigkeits klassen und jedes der Modelle in drei Größen erhältlich.Bild: Mitutoyo Deutschland GmbH

Zusätzliche Funktionen

Des Weiteren führen die TAF- und Stream-Funktion zur Vergrößerung des Messdurchsatzes. Bei der TAF-Funktion (Tracking Autofokus) wird der Abstand zwischen Optik und Objektoberfläche durch die Verwendung eines koaxialen Laser-Abstandsensors permanent konstant gehalten. Somit entfällt der zeitraubende Fokussierungsprozess an jeder einzelnen Messposition. Durch die Stream-Funktion kann die Messdauer gerade bei nahe-beieinanderliegenden Messpunkten deutlich, um bis zu 80%, verringert werden. Hierzu wird die Beleuchtung mit der Position der Maschine synchronisiert. Erreicht der Messkopf die Messposition, wird ohne Veränderung der Verfahrgeschwindigkeit, durch Verwendung eines kurzen Lichtpulses, ein scharfes Bild aufgenommen. Somit wird eine Vielzahl von Messpunkten bei kontinuierlicher Bewegung aufgenommen und ausgewertet. In Verbindung mit der TAF-Funktion ist dies auch bei Messaufgaben möglich, bei denen die Messpunkte nicht auf einer Ebene liegen.

Zusammengesetztes Gesamtbild

Zur Optimierung der Kantenerkennung können alle Messgeräte der Quick Vision Pro-Serie mit weißer- oder RGB-LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Durch die Beleuchtung mit einzelnen Farben der RGB-Beleuchtung kann der Kontrast an Übergängen zwischen verschiedenen Materialien stark vergrößert werden, was die Präzision einer Messung verbessert oder überhaupt erst ermöglichen kann. Auch Softwareseitig wurden neue Funktionen integriert, womit ein zusammengesetztes Gesamtbild aus mehreren Einzelbildern erstellt werden kann, um größere Ausschnitte, oder das gesamte Messobjekt auf einmal betrachten zu können. Dies vereinfacht dem Benutzer die Orientierung und Navigation und erlaubt es Messpunkte schneller aufzufinden. So werden Messprogramme schneller erstellt und die Fehleranfälligkeit durch falsch gesetzte Messpunkte verringert. Außerdem werden Messergebnisse direkt in dem zusammengesetzten Bild angezeigt, was neben der einfacheren Darstellung auch zur Erstellung einer umfassenden Dokumentation beiträgt. Darüber hinaus wurde die Dokumentationsfunktion neu entwickelt. Durch das Softwaremodul MiCAT Reporter können direkt anpassbare Berichte erstellt werden. In diesen können neben einer kompletten Auflistung aller für die Messung relevanter Daten auch verschiedene Bilder und Zeichnungen des Bauteils eingefügt werden.

Zwei Genauigkeitsklassen, drei Größen

Um verschiedensten Einsatzgebieten gerecht zu werden, bietet die Serie verschiedene Anpassungsmöglichkeiten. So sind die Geräte in zwei Genauigkeitsklassen erhältlich: Quick Vision Apex Pro bietet einen größten erlaubten Fehler von EUX,(UY,)MPE = 1,5 +3L/1000µm und Quick Vision Hyper Pro-Modelle von EUX,(UY,)MPE = 0,8 +2L/1000µm, wobei L der Messlänge in mm entspricht. Jedes der Modelle ist in drei verschiedenen Größen erhältlich, wobei das Messvolumen von 300x200x200mm bis 600x650x250mm reicht. Dazu kommen die TAF-, Stream- und Beleuchtungsfunktionen. Eine weitere Option ist die Ausstattung mit zusätzlichen Sensoren. So kann jedes Modell mit einem Messtaster ausgerüstet werden, wodurch auch Messaufgaben lösbar sind, die mit einem Bildverarbeitungssensor allein nicht durchführbar wären. Außerdem gibt es für die Quick Vision Pro-Geräte den CPS (Chromatic Point Sensor), einen hochgenauen Abstandssensor, mit dem auch die Erfassung der Dicke von transparenten Materialien möglich ist.

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