Safety für den Untertagebau

Glück auf!

Arbeiten unter Tage erfordern ein hohes Maß an Sicherheit. Das gilt auch für die dort eingesetzten Bergbaumaschinen. Für Sandvik Mining and Construction aus Zeltweg in der österreichischen Steiermark hat das Thema Sicherheit daher Priorität: Maschinen für schneidende Gesteinsbearbeitung müssen zuverlässig vor möglichen Explosionen geschützt sein. Sandvik verlässt sich hierbei auf den Automatisierungsexperten Pilz, der über die notwendige Hardware und Software hinaus vor allem mit seinem fachlichen Knowhow im Bereich der sicheren Automation dazu beiträgt, die Maschinen bis zu deren Baumusterprüfung safe für den Untertagebau zu machen.

Technisch fit für die Zukunft

„Zum Startzeitpunkt des Projekts war bereits klar, dass die frühere Steuerung PSS 3000 der Sandvik-Maschinentypen dringend getauscht gehört“, so Pichler. Der Produktlebenszyklus der damals neuartigen, nach den Prinzipien der integrierten Explosionssicherheit konzipierten und sehr robusten – ‚rüttelfreien‘ – PSS 3000, war einfach überschritten, die Technik nicht mehr State of the Art. Z.B. konnte nur der Gesamtdurchfluss bewertet werden, verstopfte oder verlorene Düsen wurden nicht erkannt. Dieses alte System hatte für die Betreiber klare Grenzen mit Blick auf die Bedienbarkeit und daher auch für Wartung und Betriebssicherheit. Zudem konnte es nur vom Maschinenhersteller Sandvik und nicht vom Betreiber parametriert werden. Auch fehlte eine Visualisierung der Werte. Und schließlich wollte man sich von Seiten Sandvik hinsichtlich der anstehenden Reparatur und Ersatzteilverfügbarkeit absichern und sich für die Zukunft rüsten.

Bei der Sandvik MB670-1 Bolter Miner hat Pilz als Partner den gesamten Entwicklungsprozess begleitet, bis hin zur erfolgreichen Inbetriebnahme beim Endkunden. Das Ziel bei diesem und jedem weiteren gemeinsamen Projekt ist es, den nachfolgenden Arbeitsaufwand beim Endanwender zu minimieren. Was so viel heißt wie, dass das dazugewonnene Knowhow an der jeweils aktuellen Maschine ‚von Zeltweg‘ aus direkt an die Endkunden weitergegeben werden kann. Erst damit ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Zumindest bis auf Weiteres: Für Pilz ist ’nach dem Projekt vor dem Projekt‘ – bis wieder ein neuer Maschinentyp von Sandvik auf den Markt kommt.

Sandvik Mining and Construction in Zeltweg entwickelt und produziert Vortriebs- und Gewinnungsmaschinen für den schneidenden Abbau von Mineral- und Erzlagerstätten und zur Auffahrung von Verkehrstunnel weltweit. Am Standort in Zeltweg in Österreich ist das Kompetenzzentrum für Entwicklung, Engineering und Produktion von Maschinen für schneidende Gesteinsbearbeitung als auch für mobile Förderbandsysteme angesiedelt. Der Standort Zeltweg – mit einer Historie von mehr als 170 Jahren – und seine Produkte/Services gehören organisatorisch zum Geschäftsbereich Sandvik Mining and Rock Solutions.

Automatisieren ganz einfach

Mit dem Automatisierungssystem PSS 4000 von Pilz lassen sich Automatisierungslösungen aufbauen, die gleichermaßen Automatisierungs- und Sicherheitsaufgaben abdecken und die für den Anwender dennoch sehr einfach zu handhaben sind. Zentrale Idee von PSS 4000 ist die Verschmelzung von Sicherheit und Automation. Hard- und Software sind intelligent verzahnt: Das System ist physikalisch gemischt, aber logisch getrennt und somit rückwirkungsfrei. Der Protokollaufbau des Kommunikationsnetzwerks stellt dabei die stabile Netzwerkübertragung sicher. Telegramme mit sicherheitsrelevanten Informationen, z.B. Eintritt einer Person in den Gefahrenbereich einer Anlage, kommen sicher beim gewollten Empfänger an.

Während bei der klassischen Automatisierung eine einzelne, zentrale Steuerung die Maschine oder Anlage überwacht und alle Signale verarbeitet, erlaubt PSS 4000 eine konsequente Verteilung von Steuerungsfunktionen (Multi-Master-System). Prozess- oder Steuerungsdaten, Fail-safe-Daten und Diagnoseinformationen werden über Ethernet ausgetauscht und synchronisiert. Damit spielt es für die Steuerungsfunktion keine Rolle, wo der zugehörige Programmteil abgearbeitet wird. Statt einer zentralen Steuerung steht dem Anwender ein zur Laufzeit verteiltes Anwenderprogramm in einem zentralen Projekt zur Verfügung. Über dieses zentrale Projekt werden alle Netzteilnehmer konfiguriert, programmiert und diagnostiziert. So ist ein einfaches, einheitliches Handling im Gesamtprojekt möglich.

Mehrere gleichberechtigte Steuerungen lassen sich einfach über das Echtzeit Ethernet SafetyNET p verbinden. SafetyNET p tauscht Daten und Zustände zwischen den Steuerungen aus und synchronisiert diese. Über das Softwaretool PAS4000 werden alle Netzteilnehmer zentral programmiert und konfiguriert. Das macht das Handling des Projekts – egal welcher Größe – einfach.

SANDVIK IN ZELTWEG

Sandvik Mining and Construction G.m.b.H. in Zeltweg entwickelt und produziert Vortriebs- und Gewinnungsmaschinen für den schneidenden Abbau von Mineral- und Erzlagerstätten und zur Auffahrung von Verkehrstunnel weltweit. Am Standort in Zeltweg in Österreich ist das Kompetenzzentrum für Entwicklung, Engineering und Produktion von Maschinen für schneidende Gesteinsbearbeitung als auch für mobile Förderbandsysteme angesiedelt. Der Standort Zeltweg – mit einer Historie von mehr als 170 Jahren – und seine Produkte/Services gehören organisatorisch zum Geschäftsbereich Sandvik Mining and Rock Solutions.

KASTENTEXT (zu Produkt)

Automatisieren ganz einfach!

Mehrere gleichberechtigte Steuerungen lassen sich einfach über das Echtzeit Ethernet Safetynet p verbinden. Safetynet p tauscht Daten und Zustände zwischen den Steuerungen aus und synchronisiert diese. Über das Softwaretool PAS4000 werden alle Netzteilnehmer zentral programmiert und konfiguriert. Das macht das Handling des Projekts – egal welcher Größe – einfach.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Wittenstein SE
Bild: Wittenstein SE
Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand bei Wittenstein

Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand bei Wittenstein

Im Vorstand und Aufsichtsrat von Wittenstein gibt es Änderungen: Dr. Manfred Wittenstein, der als bisheriger Aufsichtsratsvorsitzender mit Ablauf der regulären Amtsperiode auf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, wird das Gremium weiterhin als Ehrenvorsitzender unterstützen. Dr. Anna-Katharina Wittenstein wechselt nach gut sieben Jahren im Vorstand in den Aufsichtsrat des Unternehmens.