Index of Global Trade Health

Wie sich Omicron auf die Lieferketten auswirkt

Nach Analysen des B2B-Netzwerks Tradeshift hat sich das Auftreten der Omicron-Variante im vierten Quartal negativ auf die globalen Lieferketten ausgewirkt, jedoch nicht so stark wie vorherige Infektions-Wellen.
Bild: Tradeshift Holdings Inc.

Sporadische Fälle der Omicron-Variante haben im vierten Quartal die Gesamtdynamik in den globalen Lieferketten gedämpft. Die Auswirkungen seien aber weniger gravierend gewesen, als bei früheren Wellen, so der Q4 2021 Index of Global Trade Health von Tradeshift. Demnach blieb das Gesamtwachstum des globalen Transaktionsvolumens im vierten Quartal auf dem Niveau des Vorquartals. Ende 2021 lag der Indexwert bei 75. Die Daten deuten laut Tradeshift darauf hin, dass die Wirtschaft noch weit von der ’Normalität’ entfernt ist. Aber die Tatsache, dass die jüngsten Störungen nicht zu einem signifikanten Rückgang der Dynamik geführt haben, sei ermutigend.

Die weltweiten Auftragsvolumen blieben stabil und gingen im vierten Quartal 2021 um 0,5 Punkte zurück, nachdem es in den vorangegangenen Quartalen zu einer Reihe von Auf- und Abwärtsbewegungen gekommen war. Ein Anstieg des Transaktionsvolumens im Transport- und Logistiksektor um sieben Punkte deutet laut Tradeshift darauf hin, dass sich die Engpässe in der Lieferkette zu entspannen beginnen. Das Rechnungsvolumen hat sich im vierten Quartal nicht wie erwartet beschleunigt. Lieferanten haben weiterhin Schwierigkeiten, den bestehenden Auftragsbestand zu erfüllen.

Sorge in Europa

Die Sorge um die Ausbreitung der Omicron-Variante in Kontinentaleuropa veranlasste die Analysten von Oxford Economics, ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der Region nach unten zu korrigieren. Die Daten von Tradeshift stützen diese Vorhersage. Das Wachstum des Transaktionsvolumens im Euro-Raum verringerte sich im vierten Quartal 2021 um acht Punkte und fiel auf einen Indexwert von 76.

Ein Rückgang des Rechnungsvolumens um 20 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal deutet darauf hin, so Tradeshift, dass steigende Preise und Teileknappheit die Auftragsabwicklung weiterhin beeinträchtigen. Die Lieferkettenstaus würden sich allmählich auflösen. Preiserhöhungen und Engpässe bei wichtigen Komponenten belasten die Lieferanten in den industriellen Kernländern Deutschland und Frankreich aber weiterhin. Strengere Covid-Maßnahmen haben die operativen Herausforderungen für Lieferanten verschärft.

Die Bestellaktivitäten im Euro-Raum kletterten im vierten Quartal wieder in den erwarteten Bereich, so die Tradeshift-Spezialisten. Der Indexwert von 92 zeige jedoch, dass das Wachstum im vierten Quartal etwa 12 Punkte unter dem durchschnittlichen Quartalswert seit dem ersten Lockdown liegt. Einerseits könne dies ein Zeichen dafür sein, dass sich die Auftragslage zu stabilisieren beginnt, so Tradeshift. Andererseits könne es darauf hindeuten, dass die Herausforderungen in der Lieferkette die Einkäufer dazu veranlassen, zweimal darüber nachzudenken, ob sie ihre Lieferanten mit neuen Aufträgen belasten wollen.

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Sieb & Meyer AG
Bild: Sieb & Meyer AG
Ein weites Feld

Ein weites Feld

Frequenzumrichter ist nicht gleich Frequenzumrichter: Neben Standardausführungen und Modellen für mobile Applikationen stellen High-Speed-Umrichter für stationäre Applikationen eine besondere Nische dar. Genau hier positioniert sich das Unternehmen Sieb & Meyer – mit einer breiten Palette an Modellen und Ausführungen. Denn auch in diesem Bereich gilt es, auf die verschiedenen Anforderungen der jeweiligen Anwendungen einzugehen.

Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Bild: ISW Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen
Maschinenfabrik 
Made in Stuttgart

Maschinenfabrik Made in Stuttgart

Die Stuttgarter Maschinenfabrik stellt eine vollständig digitalisierte Produktionsumgebung dar, in der vom Kunden individualisierte Produkte selbstorganisiert hergestellt werden. Dafür ist eine neue technologische Infrastruktur in Kombination mit einem durchgängigen Einsatz von digitalen Zwillingen erforderlich. Das erlaubt eine hohe Freiheit bei der Entwicklung von neuen Anwendungen und die nötige Flexibilität im Maschinenpark. Die Artikelserie soll beispielhafte Aspekte der Stuttgarter Maschinenfabrik beleuchten, um das Umsetzungsprojekt vorzustellen.