
Schneller das Werkstück produktiv in der Maschine bearbeitet und gleichzeitig die Nebenkosten minimiert – ein durchgängig integrierter Informationsfluss vom ERP bis in den Shopfloor macht dies bei Berg Spanntechnik mit dem Coscom Eco-System möglich.
Alle Fertigungsinformationen werden bei dem Spanntechnik-Unternehmen nun übersichtlich auf einer Benutzeroberfläche präsentiert, in der Daten von verschiedenen Anwendungen aus dem CAD/CAM-System Esprit Edge und dem Werkzeugvoreinstellgerät vom Grundstücksnachbarn Haimer aufgabengerecht auf einen Blick/Klick zusammengefasst werden. Die Vor-Ort-Visualisierung der Produktionsdaten erfolgt über Coscom InfoPoint-Terminals in unmittelbarer Nähe der Dreh-Fräs-Bearbeitungszentren.
Prozesssichere, innovative Palettenspannung
Berg ist auf die Konstruktion und Fertigung von modularen Spannsystemen für alle marktüblichen Schnittstellen in Getriebe- und Motorspindeln spezialisiert. Ein weiterer Bestandteil des Produktportfolios sind Drehdurchführungen zur Übergabe von Medien wie Kühlschmiermittel, Luft oder Hydraulikölen. Der Maschinenpark des Unternehmens umfasst insgesamt 18 Dreh- bzw. Fräszentren und Schleifmaschinen, die teilweise in Doppelschicht von gut 30 Werkern bedient werden.
Das neue Prozessnetzwerk von Coscom verbindet die intern gewachsene Systemlandschaft mit ihren ‚Satelliten‘ im Shopfloor. Der zentrale Data Hub ist FactoryDirector VM von Coscom, in dem alle Fertigungsinformationen strukturiert abgelegt werden. Hierzu gehören Artikelstamm- und Arbeitsplandaten aus dem ERP-System. Als führendes ERP-System nutzt Berg APplus. Alle im Shopfloor erzeugten Daten und Informationen werden nun in der zentralen Datenbank dem versionierten Fertigungsartikel und der konkreten Arbeitsfolge (Vorgang) des Arbeitsplans zugeordnet. FactoryDirector VM ist auch die operative Schaltstelle für die integrierten Anwendungssysteme, wie das CAD/CAM-System Esprit Edge, die virtuellen Maschinen, die Dreh-Fräs- Bearbeitungszentren und das Werkzeugvoreinstellgerät von Haimer. Die Visualisierung der Fertigungsdaten findet am Point of Interest über InfoPoint VM direkt an den Werkzeugmaschinen statt.
Weitere Highlights des Coscom ECO-Systems sind neue Möglichkeiten im intelligenten Prozessnetzwerk, z.B. mit dem CAM-System, einen bidirektionalen Informationsaustausch auch ‚rückwärts‘ durchzuführen, wenn beim gelaufenen CNC-Programm die Werkzeuge verändert wurden.
Inzwischen sind mehr als 5.000 Artikel angelegt, rund 15.000 CNC-Programme und mehr als 1.000 digitale Zwillinge von Werkzeugen im Zugriff. „Durch die fehlende Übersicht haben wir zuvor Werkzeuge doppelt angelegt, etwa indem das gleiche Werkzeug über zwei verschiedenen Stammdatensätze geführt wurde“, erinnert sich Dirk Deppe. Das käme nun nicht mehr vor. Für Klarheit sorgt auch die Verwendung des Namensgenerators innerhalb des Coscom ECO-Systems. Dieser Mechanismus zählt automatisch die Bezeichnungen der Werkzeuge/Namen hoch. Diese Verweise sollen später ans ERP-System übergeben und dort in Tabellen abgelegt werden.


















