Kundenorientierung rückt in den Mittelpunkt
Veränderter Blick auf digitale Transformation
Die Coronavirus-Pandemie und das Thema Nachhaltigkeit steigert laut einer Umfrage der Managementberatung Campana & Schott die Relevanz der IT. Laut Befragung ist dabei erstmals Kundenorientierung primäres Ziel der digitalen Transformation. Technologien wie Cloud und Data Analytics sind allgemein etabliert und der Hype um KI klingt ab.
Bild: Campana & Schott Business Services GmbH

Angetrieben durch die von Pandemie und Klimawandel verursachten Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft, erweitert sich die Rolle der IT: In der Krisenbewältigung haben sich die IT-Abteilungen bewährt, so eine Studie von Campana & Schott und der Universität Duisburg. Demnach hätten mehr Unternehmen den Wert der IT-Abteilung erkannt- und würden ihre strategischen Ziele der digitalen Transformation anpassen. Kundenzufriedenheit und Qualitätsverbesserung sind in der aktuellen Ausgabe der Studie die wichtigsten Ziele bei der digitalen Transformation. Mit 92 Prozent bzw. 91 Prozent werden sie häufiger genannt als die Effizienzsteigerung durch automatisierte Prozesse (87 Prozent). In 60 Prozent der befragten Unternehmen entwickeln die IT-Abteilungen eigene Produkte oder sind an der Technologieentwicklung beteiligt. Drei Viertel sagen, dass die IT-Abteilungen für zukünftige Krisenbewältigung relevanter geworden sind.

Nachhaltigkeit wird wichtiger

Zudem rückt Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus und ist bei 74 Prozent der Unternehmen mit klaren Zielsetzungen verbunden. Der Brückenschlag zur digitalen Transformation steht allerdings noch aus: Obwohl 83 Prozent der Befragten sicher sind, dass sie ihre Nachhaltigkeitsziele durch Digitalisierung schneller erreichen können, betrachten mehr als zwei Drittel Nachhaltigkeitsziele und digitale Transformation unabhängig voneinander. „Covid-19 und der zunehmende Fokus auf Nachhaltigkeit haben einen spürbaren Einfluss auf die Rolle der IT in Unternehmen. Während viele stetig Fortschritte bei der Digitalisierung machen, stehen sie erst am Anfang einer viel langfristigeren Transformation. IT wird ein zentraler Enabler für nachhaltiges Wirtschaften werden“, sagt Prof. Dr. Frederik Ahlemann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management an der Universität Duisburg-Essen. Inzwischen befinden sich viele Unternehmen in der sogenannten Growing-Phase der digitalen Transformation, in der Geschäftsprozesse und Strukturen technologisch erneuert und die Breite des Unternehmens adressiert werden. Die vorangegangene Seeding-Phase mit der Erprobung digitaler Technologie ist weitgehend abgeschlossen, so die Studienautoren.

Neue Herausforderungen

Während viele Unternehmen ihre Ziele bei der digitalen Transformation erreichen, ergeben sich neue Herausforderungen: Die Erwartungen der Kunden steigen, den Mitarbeitenden fehlt oftmals Digitalisierungs-Knowhow und sie stehen Veränderungen häufig ablehnend gegenüber. Das liege daran, dass Unternehmen in der Growing-Phase ihre Digitalisierungsprojekte in Gänze ausrollen und nicht mehr nur die Innovationsteams und eine kleine Auswahl von Mitarbeitenden involviert sind, so die Studien-Autoren. Als größte Schwierigkeit identifizieren über zwei Drittel der Befragten die gesetzlichen Anforderungen zu Datenschutz und -sicherheit. Wie im vorhergehenden ‚Future IT Report‘ gehört diese Hürde zusammen mit der Komplexität der IT-Infrastruktur (61 Prozent) zu den größten Hindernissen der digitalen Transformation. Dichtauf folgen nötige Investitions- bzw. Betriebskosten, die 60 Prozent der Führungskräfte als zu hoch empfinden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Angaben sogar noch erhöht.

Geschäftsmodell nicht bedroht

Data Analytics (84 Prozent) und Cloud (84 Prozent) sind weiterhin die relevantesten Technologien, während die Euphorie für KI abklingt. Dass die digitale Transformation das eigene Geschäftsmodell bedroht, befürchtet nur noch jeder Zehnte – wohingegen im vergangenen Jahr noch jeder Fünfte bangte. Die Hälfte der Befragten hat sich laut Studie bereits in neuen Märkten positioniert. Zwei Drittel setzen bei der digitalen Transformation auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. 84 Prozent tun dies, um ihre Geschwindigkeit zu erhöhen.

mst/Campana & Schott Business Services GmbH

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