Maschinen- und Anlagenbauer planen Standortverlagerungen

Bild: FTI-Andersch AG

Das Ergebnis einer Befragung des Marktforschungsinstituts Verian im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch zeigt, dass ein Viertel (26%) der Maschinen- und Anlagenbauer sich aktuell in einer Restrukturierung befinden, ein weiteres Viertel (24%) plant dies kurz bis mittelfristig. Ein hoher Anteil derjenigen, die eine Restrukturierung planen, zieht dabei grundlegende Veränderungen in Betracht: 58% wollen ihr Geschäft strategisch neu ausrichten, jeweils 42% wollen Standorte verlagern und Personal abbauen und jeder Vierte plant den Abbau von Produktions- und Leistungskapazitäten. Das ist das Ergebnis einer Befragung des Marktforschungsinstituts Verian im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch.

Bei denjenigen, die bereits die Restrukturierung begonnen haben, bauen bereits 31% Personal ab und 23% verringern ihre Produktionskapazitäten. Erst 8% haben aktiv mit der Standortverlagerung begonnen. Ein Grund für die Diskrepanz zwischen Planung und Umsetzung: Neben dem Arbeits- und Fachkräftemangel haben 70% geopolitische Instabilität als größte Herausforderung für ihre Branche benannt. Im Vergleich: Über alle befragten Industrie-Branchen (Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Konsumgüter) landet geopolitische Instabilität nur auf dem sechsten Platz.

„Diese Daten zeigen nicht nur die Stimmung auf, sondern belegen, welche konkreten Pläne die befragten Unternehmen verfolgen und wo sie bereits handeln“, sagt Karsten Schulze, Vorstand bei FTI-Andersch, der auf Restrukturierung, Business Transformation und Transaktionen spezialisierten Beratungseinheit von FTI Consulting in Deutschland. „Sie unterstreichen die deutlich gesunkene Attraktivität des Standorts Deutschland und zeigen zugleich auf, dass das bisherige Export-orientierte Wirtschaftsmodell an seine Grenzen gestoßen ist. Zwar sind es nach wie vor Minderheiten, die Stellen streichen, Verlagerungen planen und Kapazitäten aus dem Markt nehmen. Diese Minderheiten sind aber so signifikant groß, dass sie erhebliche Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft und ihre darin tätigen Akteure haben werden.“